Zofingerconzärtli 2005: Klassisches, Fasnächtliches und drei «Lyyche»

12. Dezember 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

Glücklich schätzen darf sich, wer eines der 2’100 heissbegehrten Billetts für das «Zofingerconzärtli» ergattert. Die Vorfasnachts-Veranstaltung der Basler Studenten-Verbindung Zofingia findet nur an drei Abenden statt. Was 1889 als vergnüglich-heiterer Studenten-Abend begann, ist heute ein Event, dessen Theater-«Stiggli» zum Feinsten gehören, was die Vorfasnacht zu bieten hat.

Der Programmablauf ist schon seit Jahren derselbe. Nach dem Einmarsch der Fagunzen (so werden die Zofinger genannt) folgt der Conzärtlicantus:

Wenn d’Fasnachtszyt uf Basel kunnt,

wenn d’Gligge Schnitzelbänggli schinde,

und’s jede scho sim Näggschde gunnt,

dass si em aini ynezinde:

No kunt’s Conzärtli au an d’Raie

Zwai Wuche vor der Zibelewaie.

Erster Höhepunkt ist der Prolog. Bei diesem Jahresrückblick reiht sich Pointe an Pointe. Nach einem klassischen «Conzert» folgen die legendären «Stiggli». Diese sind Hauptbestandteil des Zofingerconzärtlis. «Hier werden besondere Basler und neuerdings auch auswärtige Persönlichkeiten persifliert und parodiert», so Christian Hochstrasser, Vice Praeses der Zofingia Basel in seiner Pressemitteilung. Hauptopfer sind immer drei Personen, die «dramatis personae», im Fagunzen-Jargon «Lyyche» genannt. Um wen es sich handelt wird aber erst an der legendären «Mordnacht», rund zwei Wochen vor dem Conzärtli bekannt gegeben. In dieser Nacht werden bei einem Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei in der Stadt die rot-weiss-roten Plakate angeklebt. Und dies je höher, desto besser.

Für fasnächtliche Stimmung wird zum Auftakt des zweiten Teils diesmal die «Lälli-Clique 1902» sorgen. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Zum Abschluss singen alle Mitwirkenden das Lied vom rot-weiss-roten Band, ihren Verbandsfarben, gefolgt von «Nous l’avons», wir haben es geschafft.