Wirrlete 2012: So verwirrend, wie es sein muss

25. Januar 2012 | Von | Bilder: Dennis L. Rhein | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Unter dem Motto Festum Concilium Basiliense startet die Wirrlete 2012 in einen guten Jahrgang. Die Vorfasnachtsveranstaltung im „Tabourettli“  unter dem Titel „das Vorfasnachtsdings mit Schnitz, Pfiff, Tam und Tüt“ ist äusserst text-lastig, manchmal etwas langfädig und vor allem: verwirrend – aber das war ja auch der Anspruch der Wirrlete-Macher.

Die regionalen, nationalen und internationalen Konzilteilnehmer treffen sich zum alljährliohen „Karneval-Konzil“ und unterhalten die Besucherinnen und Besucher mit viel scharfsinnigem, humorvollen und zuweilen etwas langfädigem Mix aus gesprochenem Klamauk und Musik.

Mysthisch und neblig beginnt das Konzil im Nebel mit Gongschlägen zur Morgestraich Melodie und dem Aufmarsch der 9 Konzilteilnehmer unter der närrischen Leitung der Obernärrin, wunderbar gespielt von Anna Veit.

Dann geht es Schlag auf Schlag mit viel Klamauk und Humor führen die Schauspielerinnen und Schauspieler das Publikum durch den witzigen und nie ernst gemeinten Abend. Die Programmtitel wie „Berichte der neun Oberdelegierten“, „Überblick karnevalistische Krisenherde – Kleinbasel und übrige Kolonien“ lassen dabei viel Interpretationsspielraum für das Publikum. Wunderbar inszeniert im ersten Teil ist die Fasnachtspredigt mit allerlei himmlischen und teuflischen Sprüchen – eine ausgezeichnet gelungene Nummer.

Den Höhepunkt im ersten Teil bildet die Geschichte der Fasnachtsentstehung mit dem Treffen von „Tambouralasa, einem einsamen Tambour, der auf Piccolomina trifft. Die beiden verlieben sich ineinander und gegen Schluss der Nummer macht es „Cliq“ – und schon ist die erste „Clique“ geboren….

Nach der Pause geht es weiter mit dem Bau der Arche Noah, einem Schiff, auf dem alle Narren Platz finden sollen und unter anderem auch ein „Kinderfasnachtskoffer“ vom Comité zur Aufklärung der Jungen Garden dient. Diese Solonummer ist der Höhepunkt des zweiten Durchgangs – voll von wunderbaren Reimen und Sprüchen wie diesem:

„Do zeigt dr Bueb uf si Pfyfferli – und s’Meitli uf „Mi-Mösli“ – dr Lehrer mahnt: nimmsch am beschte ä Gummeli – sunnsch gits emänd no ä Drummeli…

Alles in allem ein gelungener – aber kein hervorragender Jahrgang. Viel viel Text und manchmal etwas langfädig und verwirrend – so wie halt eine „Wirrlete“ sein muss.

Mehr Bilder  gibt es wie immer in unserer Galerie.

Wirrlete 2012: Vom Dienstag 24. Januar ( Première) bis Sonntag 19. Februar jeweils Dienstag bis Samstag um 20.00 Uhr am Sonntag um 18.00 Uhr.
Montag ist Spielfrei.
Vorverkauf an der Theaterkasse Fauteuil am Spalenberg, Telefon 061 261 26 10 und online unter http://www.Fauteuil.ch/