Wieder Keeruus in (Klein-)Basel

13. November 2007 | Von | Kategorie: Nachrichten

Eigentliche Keeruus-Bälle kennt wohl nur noch der «Uhu» (unter-Hundert-Jährige), während sich der «Bivi» (bis vierzig) allenfalls noch an den Keeruus im Kongresszentrum erinnert oder an die etwas kleinere, aber mindestens so lustige Parallelveranstaltung im «Rheinfelderhof» mit «z’ Hansrüedi». Letztere endete mit dem Übergang des Restaurants in ausländische Hände, die Veranstaltung im Kongresszentrum an der Kostenfrage. So gibt es heute noch einen Keeruus im «Volkshaus», der aber aufgrund der grossen Andrangs ziemlich überlaufen ist.

Nun aber soll die Tradition wieder richtig aufleben. Die Guggemusiken «Claraschnooge», «Gladdi-Addore», «Ohregribler», «Orginal Chnulleri» und «Räpplischpalter» öffnen am 16. Hornig (vulgo: Februar) des kommenden Jahres ab 18.30 Uhr für das geneigte Festpublikum ihre Keller-Türen. Der Eintritt ist frei, und sowohl an Getränken wie an Speisen zu vernünftigen Preisen soll es nicht fehlen.

Markus Gysin von den Ohregribler hatte die Idee, mit dieser ging er zu seinem Kollege Roger Kipfer auch ein Ohregribler). Beide luden dann die Orginal Chnulleri, die Gladdi-Addore, die Räplispalter und die Claraschnooge zu einer Sitzung ein, an der die Idee erläutert wurde. Man wurde sich rasch einig, wie Kellerwirtin Manuela Birchler von den «Claraschnooge» erzählt: «Es soll eine ähnlich fröhliche und offene Veranstaltung werden wie der Kellerabstieg, der ja auch im Kleinbasel erfunden wurde.»

Die einzelnen Keller organisieren ihr Programm grösstenteils selbst. Laut Birchler sei bis jetzt relativ klar, dass bei den «Ohregribler» und den «Gladdi-Addore» live musiziert wird, die übrigen behelfen sich mit DJs. Dazu sind diverse andere «Guggen» auf Tournee durch die Keller und auch einige Schnitzelbänggler organisieren sich in einer Samstags-Route. Die Hauptsache aber besteht im geselligen Beisammensein bis ??. «Einige werden um 2 Uhr zumachen, andere haben Freinacht bis 5 Uhr, aber natürlich nur, solange auch etwas läuft», verdeutlicht die «Claraschnooge»-Wirtin.

Die Erwartungen der Organisatoren können als vorsichtig optimistisch beschrieben werden. Man hofft auf einen Zustrom ähnlich demjenigen am Kellerabstieg, ist aber auch bereit, dem Anlass ein, zwei Jahre eine Chance zu geben, denn das Ganze soll keine Eintagsfliege werden: «Wenn es einigermassen läuft, werden wir im 2008 eine schöne Tradition begründen», meinte Manuela Birchler. Die Festbrüder und -schwestern im ohnehin geselligen Kleinbasel wird es freuen.