Es ist sicher nicht selbstverständlich, dass ein Bangg 24 Jahre lang an der Fasnacht aktiv ist. Und noch bemerkenswerter ist es, wenn es sich um einen «wilden» Bangg handelt. Die Rede ist von «die Antiquierte – e wilde freye Bangg». Und nicht ohne Stolz bemerken sie, dass sie «einer der wenigen Wilden seien, die es regelmässig auf die Fasnachts-Querschnitt-CD schaffen». 2010 sind sie zum 25. Mal «uff dr Gass» &ndash und haben sich deshalb überlegt, was sie als Jubilare verschenken könnten. Frei nach dem Motto: Geben macht seliger denn Nehmen.
«Als Freund der Baseldeutschen Literatur (nicht nur nach «Ruedi Suter»), Bänggler und Zeedeldichter, wundere ich mich immer wieder über die Vielfalt der Schreibweisen unserer Sprache», sagt der Texter der «Antiquierte» gegenüber Basler Fasnacht Online. «Ich wundere mich aber auch darüber, dass es viele Gruppierungen gibt, deren Zeedel zwar gute Inhalte und Pointen haben, aber schlichtweg unlesbar sind.» Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, Gratiskurse im Baseldeutschschreiben anzubieten. «Für Interessierte, das Sutersche – für Individualisten, Phonetik», so «die Antiquierte». Eine Idee, die auch das Basler Fasnachts-Comité grundsätzlich unterstützt. «Ob Suter oder Phonetik ist grundsätzlich egal, aber besonders in der Ausdrucksweise und im Reim gibt es bei Etlichen Nachholbedarf», sagt Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr.
Das Zielpublikum des Kurses sind Fasnächtler, angehende oder unsichere Zeedeldichter oder sogar angehende Stadt-Poeten. Das Ziel: Einführung in die «Rudolf-Suter-Grammatik» und «lesbare, phonetische Alternativen für Schnellschreiber». Als Kurstitel: «Hösch! Suter!» (…oder so). Der Kursort liegt – stilecht – am Spalenberg.
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