Das Management der Basel Tattoo Production hat in das höchstgelegene Schulzimmer der Kaserne Basel zur Pressekonferenz geladen. Ziel: Die Erhöhung der Fitness der Medienschaffenden und – das Vorstellen des Tattoo-Programmes 2017. Die Fitness-Übung hat sich in beiden Fällen gelohnt…
Die Pressekonferenz der Basel Tattoo Production hat etwas Vorfasnächtliches: Die Portagonisten sind super gut drauf, sie witzeln sich an, Big Boss Erik Julliard summt die Melodie auf dem Eröffnungsfilm mit und sogar der Zürcher in der Runde versprüht das Gefühl, dass alle dort vorne Spass am Produzieren des Basel Tattoos haben. Moderator René Häfliger entlockt den Medienvertreter das eine oder andere Lächeln mit seiner launigen Art, die Pressekonferenz zu leiten.
Regelrecht aufgeregt wird er, als er den Star unter den Vortragenden ankündigt: Captain retired Stuart Samson sei der „Cristiano Ronaldo der Dudelsackspieler“… Und so erzählt der reich dekorierte und von den königlichen Hunden schon in die Wade gebissene Musiker in seinem unverständlichen Schottisch, wie er zum Dudelsackspielen kam und wie sein Weg nach seiner Pension schliesslich auf Bitten von Erik zum (Zitat): „Beissel Tatüüü“ führte… Dort ist er seit ein paar Jahren für die Musik zuständig und hatte auch schon die Ehre, wie einst vor der Queen, den „Lonely Piper“ auf dem linken Turm der Kaserne zu geben.
Captain Samson zeichnet auch bei der Tattoo Ausgabe 2017 für die Massed Drums and Pipes-Szene verantwortlich. Er wird mit ein paar Proben rund 200 Akteure trainieren und sie zu der grossartigen Szene vereinen. Für diese Massenmusik kommen Formationen aus der Region, aus Deutschland, Österreich und vielen andern Ländern zusammen.
Erik Julliard präsentierte mit viel Stolz und – eben – auch viel Freude und Schalk in der Stimme die Programmhighlights von 2017. Neben Gruppierungen unter anderen aus England, Australien und der Schweiz (Das Schweizer Rekrutenspiel ist gesetzt!), dürfen sich die rund 90´000 Zuschauenden des weltweit zweitgrössten Tattoos auch auf Drillformationen aus Neuseeland und aus Norwegen freuen. Weitere Details über das sehr ansprechende Programm findet man auf der neu vorgestellten Web-Site www.baseltattoo.ch.
Dort finden sich auch alle Details der Preisgestaltung und über den Vorverkauf. Die Ticketpreise im Bereich von 49 bis 160 Franken sind seit 2014 unverändert. Thomas Ackermann, mit dem im Gegensatz zum Schottischen etwas leichter verständlichen Zürcher Dialekt, erläuterte, dass der Vorverkauf seit dem Tattoo-Ende 2016 gut angelaufen sei und zur Zeit ca. 50 % aller Tickets verkauft oder durch Buskontingente reserviert seien. Er wies auf die Weihnachtsaktion hin (siehe Website) und ist zuversichtlich, dass das Tattoo 2017 im Sommer ausverkauft sein wird. Die teureren Tickets seien sehr gut nachgefragt.
Die überwiegende Mehrheit der interessierten Öffentlichkeit darf sich so auch im 2017 auf ein wundervolles Military Tattoo mit Drill, Tanz, Musik und Marsch freuen. Auf die Frage nach dem Umgang mit der kleinen, dem Tattoo eher negativ eingestellten Öffentlichkeit, gibt sich Julliard diplomatisch. Er habe kein schlechtes Gewissen weil die Basel Tattoo Organisation jährlich viel Zeit und Aufwand in eine „anwohnertaugliche“ Durchführung investieren würde. Es sei aber auch klar, dass der Widerstand nie aufhören wird. Moderator Häfliger ergänzte, es sei aber auch nicht ersichtlich, wieviele Leute denn wirklich gegen eine Durchführung dieses in Basel breit abgestützte Anlasses seien: So nahmen an einer „Fragestunde für Anwohnende“ von 4´000 eingeladenen Personen gerade mal 30 teil. Davon waren 15 von der Tattoo-Organisation und rund 10 Sympathisanten…
Bref: Wenn das Management des Basel Tattoos weiterhin mit so viel Spass und Leidenschaft zur Sache geht und bei der Produktion des Anlasses weiter von der Unterstützung von vielen Sponsoren und Partnern – unter anderem der Schweizerischen Eidgenossenschaft – profitieren kann, dann bleibt das Basel Tattoo ein führender Anlass im Kalender von Basel.



