Eigentlich müsste man auf die Titelfrage antworten: Keine Ahnung. An der Medienkonferenz zum diesjährigen Rämpläm bekam man allerhand Informationen – nur keine Inhaltsangabe.
Aber genau das zeichnet die alle zwei Jahre stattfindendet Vorfasnachtsveranstaltung aus: Sie ist – eigentlich – unbeschreiblich! Man spricht von „Bluemestruss vo Täggscht, Muusig und Bilder“ und von „lustigen und emotionalen Nummern“. Der Produzent freut sich über eine „Comité-Nummer“ („…sie dauert 10 Minuten und ich liebe sie…“) oder über den Auftritt einer Gugge, die keine ist. Nichts ist Mainstream. Nichts ist „das hänn mr scho immer so gmacht …“. Alles wird neu erfunden und ist einerseits unglaublich kreativ, sehr musikalisch und immer mal wieder anders als gedacht. Und das treue Rämpläm-Publikum weiss, dass es gut werden wird. Und so sind gemäss Claude Rasser, dem Hausherrn im Tabourettli, alle Vorstellungen – schon weit vor der Première – komplett ausverkauft!
Bämmi – alias Martin Bammerlin, Produzent – erzählt den anwesenden Medienmenschen wer da alles mitmacht am diesjährigen Rämpläm: einerseits die „Fossile“, also jene, die schon seit langem dabei sind: Florian Volkmann (der Mann, der unzählige Insturmente spielen kann) und er selbst, dann Florians Sohn Jona, Sebi Padozke und zwei bermerkenswerte Frauen unterschiedlichster Herkunft. Da ist einmal Salomé Hofer, die von der Politbühne auf die Kleinstbühne vom Tabourettli wechselt („… als ich Bämmi am Telefon hatte, habe ich erwartet, er frage mich, ob ich in den Vorstand wolle. Als er dann sagte, er wolle mich auf die Bühne, habe ich sofort zugesagt. Ich bin ein Rämpläm-Fan der ersten Stunde!). Und dann – the Scat-Voice – Gina Günthard! Die begnadete Jazz-Sängerin, die schon in der Originalfassung des „Stärnestaub“ und vielen andern Produktionen mitgewirkt hat, kommt zurück an den Spalenberg. Sie war in der ersten Auflage des „Pfyfferlis“ dabei und musste bei der Wiedergeburt aus beruflichen Gründen absagen: „… jetzt bin als Lehrkraft pensioniert … und dorum isch d Aafrog vom Bämmi grad richtig koh…“. Die beiden geben unisono zu Protokoll, dass die Arbeit bisher sehr spannend und erfüllend sei. Man entwickle die Nummern zusammen mit dem Regisseur (Roland Suter) und dem Produzenten während der Proben und so kam es, dass sich niemand meldete, als Bämmi eines Abends fragte: „Wer sich jetzt bei einem der Nummern noch unwohl fühlt, der melde sich – und wir streichen sie aus dem Programm!“ (und damit meinte er die Nummer…).
Wenn man jetzt schaut, wer da auf der Bühne stehen wird, dann kann man auf ein musikalisch hochstehendes Feuerwerk an Kreativität freuen. Wie das genau aussehen wird – wie gesagt – keine Ahnung. Es würde sich aber mit Sicherheit lohnen, für die Ausgabe Nummer 7 (Februar 2028) einen Agendaeintrag zu machen: „Tickets für Rämpläm bestellen“. Falls Sie 2026 die Gelegenheit haben werden: Freuen Sie sich!



