Was ist Tradition? Bei dieser Frage gehen die Meinungen weit auseinander. Am diesjährigen Drummeli lautete in einem Rahmestiggli die Antwort: «Was ein Mal stattgefunden hat, ist in Basel bereits Tradition». Demnach gehört die Verkleidung der «Drei Könige» über dem Portal des gleichnamigen Hotels am Rhein bereits zu den uralten Traditionen – sie wird jedes Jahr am Donnerstag vor der Fasnacht durch die Lufthyler-Waggis durchgeführt. Pitt Buchmüller, Obmann und «Urgestein» dieser Clique erklärt denn auch stolz gegenüber Basler Fasnacht Online (BFO): «Ich finde es einfach grossartig, wie sich meine Idee nun 29 Jahre gehalten hat und dieser vorfasnächtliche Grossbasler-Event sich einer enormen Beliebtheit nicht nur unter den Basler Persönlichkeiten erfreut. Denn es werden wieder etwa 300 Zuschauer vor dem Hotel anwesend sein.»
Das Ritual ist immer dasselbe. Am 26. Februar werden die Lufthyler-Waggis in ihren schwarz-weissen Kostümen auf einem offenen Polizei-Überfallwagen um 10 Uhr vor dem Hotel «Drei Könige» vorfahren. Ihnen folgt ein Löschzug der Basler Berufsfeuerwehr mit der langen, ausfahrbaren Leiter. Während in Schwindel erregender Höhe aus den drei Königen Kaspar, Melchior und Balthasar der Waggis Kaschper, Melchi und Balz werden, verteilen die Lufthyler-Waggis an die Erwachsenen Wysse und Kääskiechli, die Kinder erhalten einen Sirup.
Für den Fasnachts-Nachwuchs ist zudem ein besonderes Rahmenprogramm vorgesehen. Dazu erklärt Miriam Gysin, Sekretärin des Hotel «Drei Könige»: «Wie jedes Jahr haben wir Kinder aus den verschiedenen Tagesheimen in Basel eingeladen. Der Luftballon-Wettbewerb wird auch dieses Jahr wieder stattfinden. Auf den Gewinner wartet ein Brunch im Hotel Drei Könige für die ganze Familie. Letztes Jahr flog der Ballon der Gewinnerin in deutsche Dietingen.»
Erst vom Balkon aus, dann vor dem Hotel wird die FG-Gugge Krach-Schnygge im Stammkostüm die Zuschauer mit fetzig-schrägen Melodien bestens unterhalten. Die «Schnygge» gehören schon seit vielen Jahren zum Inventar der Verkleidungs-Szeremonie. Sie sind, wie auf ihrer Homepage zu lesen ist, dieses Jahr «40ig Joor jung!!». Félicitations!



