WAGEN/REQUISITEN-AUSSTELLUNG: Auf dem «Wagen-Friedhof» kehrte etwas Leben ein

2. März 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das Comité hat im Vorfeld der Fasnacht klargemacht, dass dieses Jahr mehr Leben in die Wagen- und Requisitenausstellung auf dem Kasernenplatz kommen soll. Denn letztes Jahr bei der Erstausgabe der Ausstellung war es mit den Worten eines Wägelers selber ein «Wagen-Friedhof.»

Wenn auch dieses Jahr bei der Kaserne noch nicht das ganz pralle Fasnachtsleben im Gang war, so wurde doch einiges geboten. Zum Beispiel stiegen die Schnurebegge in die Hosen. Das Sujet der Stammclique mit dem dazugehörigen Wagen der Sürkrütt Waggis, ist dieses Jahr nämlich «50
Joor Kischte» und dementsprechend spielen die Schnurebegge während der ganzen Fasnacht an diversen Orten Fernsehsendungen nach. An der Wagen- und Requisiten-Austellung stand im «Sport am Wochenende» die «Brünig-Schwingede» mit Live-Kommentar auf dem Programm, sehr zur Erheiterung des Publikums.

Bei den Buure-Lümmel mit dem Sujet «Aida», die auf ihrem tollen Wagen dreizehn sich bewegende Pferde installiert haben, konnte ein Proberitt gewagt werden. Einen Prachtswagen gab es ein paar Meter weiter zu bewundern, die Schindgrabe Clique mit dem Sujet «Rhybutzede» hat ihr Gefährt mit hunderten von Wollknäueln verziert und mit allerlei Schrott aus dem Bach versehen; fast schon Tinguely-Kunst. Im gut besetzten Festzelt konnte man sich etwas aufwärmen und natürlich den dieses Jahr vom Comité lancierten Mehrweg-Fasnachtsbecher mit der Plakette darauf gegen Depot «kaufen».

Die Rhyschlappe-Waggis suchten auf ihrem Wagen den Superstar, wobei sie noch keine sehr klaren Vorstellungen hatten, was denn ein Fasnachts-Superstar alles können muss, sondern sie wollten sich vom Gebotenen inspirieren lassen. Spass hatten jedenfalls die Kleinen auf dem Superstar-Gefährt, denn wer beim Montagsmaler am schnellsten erriet, was gezeichnet wurde, durfte hoch auf dem Wagen ein Plüschtier in Empfang nehmen.

Auch abends war bei der Kaserne einiges los, neben Auftritten von mehreren Guggen, kam es um halb elf Uhr nachts zum «ultimativen Räppli-Gnall», wobei acht grosse Mörser mit Räppli – insgesamt 80 Kilo – in die Luft gesprengt wurden. Einen Sack Räppli bekamen am Dienstag Nachmittag auf dem Kasernen-Areal übrigens auch alle Binggisse, damit sie sich gleich wieder gut gerüstet ins Getümmel des Kinder-Zyschtig stürzen konnten.