BASEL. Kaum ist der Sommer vorbei, lädt das «Charivari» zur Medienorientierung. Der Ort gibt immer einen Hinweis auf die neue Produktion, allerdings erst, wenn man die Geschichte kennt. Trifft man sich im Schällemätteli, geht es um Mord. Ist es das Antikenmuseum, so passt es zum Thema Odyssee.
Dieses Jahr stand man dicht an dicht in einem kleinen Larvenatelier. Dass es den Namen «Charivari» trägt, ist reiner Zufall. Und ebenso zufällig besteht es, wie sein Namensvetter, seit 29 Jahren. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die neue Geschichte den Arbeitstitel «Dr Larvemacher» trägt. Dabei handelt es sich, soviel wurde verraten, um eine tragischkomische Liebesgeschichte. Da die «Storzenäri» kurzfristig Larven bestellen, muss das Personal des Ateliers aufgestockt werden. Die eingestellte Hilfskraft sorgt dann für einigen Wirbel. Das Ganze nimmt dann ein rührendes und Kleenex-verdächtiges Ende.
Neben Liebesfreud und Liebesleid kommt natürlich auch das Fasnächtliche nicht zu kurz. Wie schon letztes Jahr macht die Pfeifergruppe «Jetzpaggis» mit. Auch die Trommelgruppe «Chriesibuebe» aus Ryburg ist noch in bester Erinnerung. Neulinge sind die Clique «Sans-Gêne», die Gugge «Fasade-Schränzer» und der Bangg «Sherlocks», alias «Stinkmorchle».
Dank der Verbindung zu George Gruntz konnte als musikalischer «Star» der türkische Perkussionist Burhan Öçal verpflichtet werden. Ob es mit ihm und Edith Habracken zu einem gemeinsamen Auftritt kommt ist noch ungewiss. Neu ist auch der Regisseur. Da Bettina Dieterle aufgrund Verpflichtungen beim Schweizer Fernsehen nicht mehr zur Verfügung stand, konnte der Zürcher Stefan Huber gewonnen werden. Er inszenierte über 30 Folgen von «Fascht e Familie», «Mannezimmer» und «Fertig lustig». In Basel bekannt ist er durch die Inszenierung von «Grease» am Häbse-Theater.
Musikalische Steigerung ist möglich
Vor einem Jahr wurde das «Glaibasler» aus dem Namen gestrichen. Dazu erhielt das Charivari den Untertitel «s Muusigtheater vo dr Fasnacht». Damit soll, so Obmann Armin Faes, die musikalische Stärke deutlich visualisiert werden. So ist es nicht verwunderlich, dass er auf die Frage von Paul Burkhalter, ob das immer professioneller werdende Charivari nicht am oberen Level angekommen sei, mit «Nein» antwortete. «Musikalisch sind wir noch nicht dort, wo wir sein möchten. Wenn wir richtig Gas geben, ist eine Steigerung durchaus möglich», so Faes mit Überzeugung.
Für die «Urgesteine» Armin Faes, seit dem zweiten Charivari Obmann, sowie Rico Tarelli ist es die letze Saison. Vom «Stöckli» aus werden sie weiterhin das Sponsoring bearbeiten. Faes wird zudem im kreativen Bereich mitarbeiten. Ersetzt werden sie durch Daniel Jenni (Administration), Mario Plattner (Betrieb) und Remo Werlen (Marketing).
Das Charivari 2004 findet vom 1. bis 15. Februar im Volkshaus statt. Der Vorverkauf beginnt am 1. Dezember 2003.



