Es scheint, als wäre bei der Wagen- und Requisitenausstellung ein
kontinuierlicher Aufwärtstrend zu beobachten. Am Fasnachtszyschtig zumindest
kann von «Wagenfriedhof» nicht mehr die Rede sein. Die Messingkäfer,
die diese Fasnacht als Chinesen daherkommen, schränzen bei ihrem
Platzkonzert einen umjubelten Heuler nach dem anderen für das zahlreiche
Publikum. Im Festzelt herrscht derweilen närrische Stimmung, während vor dem
Eingang schon fast eine «Druggedde» entsteht. Über den Platz schlendern alte
und junge Kiebitze und beäugen die imposanten Requisiten, so beispielsweise
den Rammbock der Rätz aus ihrem kriegerischen Zug gegen das
Baselbiet.
Auch die ausgestellten Wagen sind nicht von schlechten Eltern: Schon von
weitem thront der Riesengeier der Gillerugger über dem Platz «Hols
dr Geier», meinen auch wir zur Staatssargposse und wenden uns den Binggis
zu, die nun langsam mit ihren Leiterwägeli eintrudeln. Zum Empfang bekommen
die Kleinen einen Sack Räppli geschenkt, dessen Inhalt natürlich sogleich
wieder durch die Luft wirbelt. Am Abend kommt es dann beim fast schon
traditionellen Räppli-Gnall sogar zu einem richtigen Räppli-Regen, der
Petrus¹ Leistung an der Fasnacht klar in den Schatten stellt.
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bz-Berichterstattung
Fasnacht 2005



