«Drey Dääg im Schuss» – die Fasnacht 1996 war in jeder Hinsicht ein Volltreffer. Würde das Fasnachts-Comité‚ statt der obligaten Zugsplaketten Kränze verteilen, hätte es den ersten und grössten ganz bestimmt Petrus umgelegt. Die drei vorfrühlingshaften Prachtstage, die er uns bescherte, machten die Fasnacht für die Aktiven und die Kiebitze zu einem unvergesslich schönen farbenfrohen Erlebnis.
Auf einen zauberhaften Morgenstreich unter sternenklarem Himmel folgte am Montagnachmittag ein Cortège, bei dem die rund 12 000 Aktiven mit der Sonne um die Wette strahlten. Er ging über weite Strecken reibungslos übers Strassenpflaster wohl auch darum, weil die Wettsteinbrücke nach drei Jahren Pause wieder von den Wagencliquen befahren werden konnte. Bewährt hat sich auch, dass die Wagen-IG zusammen mit dem Comité‚ die Wagen auf höchstens 120 (117 waren auf den beiden Routen) limitierte – jedenfalls sah man nicht wie auch schon ganze Wagenkarawanen hintereinander.
Abertausende waren waren auch am Dienstag «im Schuss». Sei es am Nachmittag, der ganz den Kindern und Familien gehörte, sei es an den Guggekonzerten oder beim «Gässle».
Der Mittwoch-Cortège strahlte noch einmal in vollster Pracht, und nach der «Pflicht» zeigten die Aktiven eine blendende «Kür»: Bis zum Ändstraich ruessten, pfiffen und schränzten sie in Jubelstimmung – begleitet von Tausenden von Zuschauern.
Fast vergessen gingen dabei die Bänggler, obwohl ihnen ja das diesjährige Fasnachts-Sujet gewidmet war. Es lag wohl weniger an mangelnden Spitzenversen, dass von ihnen weniger als auch schon gesprochen wurde, als vielmehr daran, dass die Fasnächtler besonders duss im Schuss waren.



