Der erste «Ufftaggt» am Sonntag, 29. Februar, im Foyer des Theater Basel war ein Riesenerfolg. Er soll 2006 in ähnlichem Umfang wieder aufgeführt werden. Dieses Jahr findet der Ufftaggt in kleinerem Rahmen statt. Daher nennt er sich auch «dr UFFTAGGT 2005…en famille». Was bleibt, ist der Untertitel – «die ultimativ letschty Vorfasnachts-Veraschtaltig». Wieder findet er am Sonntag vor dem Morgestraich statt, diesmal aber im Gare du Nord.
Das Programm, welches erneut Beery Batschelet zusammengestellt hat, klingt vielversprechend. Neue und neueste Kompositionen für die Basler Fasnacht der Zukunft werden geboten. Und vielleicht sind darunter auch die Hits der Fasnacht von Übermorgen? Das «Basler Piccolo Ensemble» besteht aus stadtbekannten Piccolo-SolistInnen. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Musik im Umfeld der Basler Fasnacht in beispielhafter Weise zur Aufführung zu bringen. Es besteht aus
Beery Batschelet, Xenia Fünfschilling, Kevin Klapka, Andrea Loetscher, Sandra Mesmer-Preiswerk, Judith Rickenbacher und Regine Steinhauer. Sie spielen Kompositionen von Beery Batschelet und Cornelius Buser, von Lukas Langlotz, Judith Rickenbacher, Maurice Rossel, John Ciaglia und anderen. Als Gäste treten Martin Bammerlin & Co Tambouren, sowie eine Sambagruppe auf.
«Der diesjährige Ufftakt wird ziemlich exklusiv. En famille… für Kenner und Liebhaber bester Fasnachts-Musik», so Batschelet gegenüber Basler Fasnacht Online. Die Musik sei vom schwierigsten, was es für Piccolos gebe. «Speziell ist nicht nur die Schnelligkeit und Präzision, sondern auch die Interpretations-Qualität dieses Ensembles. Seine Motivation ist einzigartig – sie sind selbstlos und zu allem fähig», schwärmt Batschelet weiter.
Besonders gespannt sein darf man auf die Uraufführung eines Arrangements des Amerikaners John Ciaglia. Er hat die «Basler Festspielmärsche» mit neuartigen Unterstimmen besetzt. «Fast schon ein Sakrileg», meint Batschelet dazu. Ciaglia, der virtuose Tausendsassa der amerikanischen Fife-Musik pfeift seit Jahren auch an der Basler Fasnacht mit. «Der schöne Mann mit dem langen Zopf», verrät Batschelet. Auch sein neuer Marsch «BIG TOP, a carneval march» soll vorgestellt werden. Das Ensemble wagt sich auch an sein «sailors hornpipe». Auf Basler Piccoli eine extreme Herausforderung. Oder «scheiss-schwierig!!!», wie selbst Batschelet meint.
Überraschen wird die Uraufführung des «Grand Solo pour la Flûte de Nez» mit der bekannten Nasenflötensolistin Miss Sandra aus New York. Das Ensemble wird sie ebenfalls auf Nasenflöten begleiten. «Wir üben wie wild, denn es ist horrend schwierig, schon nur einen Ton aus diesem Instrument herauszulocken», erklärt Batschelet.
Eine Sambagruppe spielt zusammen mit dem Ensemble den Fasnachtsmarsch «dr SAMBA» von Beery Batschelet. Und – last but not least – werden Xenia & Kevin, bekannt als Duo «Fife Alive» einige ihrer amerikanischen Highlights ins Programm streuen.
Der Ufftagt 05 wird wieder vom Radio DRS aufgenommen. Und wenn sie finanzierbar ist, soll auch eine CD herausgegeben werden.



