Stilvolle Vernissage der Fasnachtsbox

10. November 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

Wie immer an solchen Vernissagen wurde viel gelobt und ebenso oft gedankt. Dazu war aber auch Grund, braucht es doch schon fast Heerscharen von Helfern, um das ehrgeizige Produkt fertigzustellen. So konnte Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr vor allem dem engeren Team mit Katja Muchenberger als Redaktorin des Buches, Michael Luisier als Verantwortlichen der CD und Beat Manetsch als Macher der DVD ein Kränzchen winden. Vor allem Luisier dürfte nun einen fasnächtlichen Overkill haben, hörte er zur Auswahl der 80 Minuten Audio-Mitschnitte doch sämtliche diesbezüglichen Aufzeichnungen von Radio DRS an. Die älteste Aufnahme, die als «Mimpfeli» auch gleich vorgespielt wurde, ist der Prolog des «Monstre» 1946, in dem auch heute noch die Erleichterung spür- und hörbar wird, nach dem Krieg endlich wieder an Fasnacht denken zu dürfen.

Umrahmt von Fasnachtsmusik, geboten vom Barbara-Club, wurde das aus Anlass des Jubiläums «100 Jahre Fasnachts-Comité» geschaffene Werk in einer Diskussionsrunde unter Leitung von Roger Thiriet eifrig beschrieben. Erstaunlich war dabei unter anderem, dass die «Macher» ein recht unterschiedliches Zielpublikum vor Augen hatten. Luisier dachte vor allem an die kommenden Generationen, denen Buch, CD und DVD einen Einblick in die letzten 25 Jahre Fasnacht geben soll, Manetsch wollte den «Tunnelblick» auf Basel vermeiden und hatte die ganze Schweiz vor Augen. CD und DVD verlassen zeitlich übrigens das 25-Jahre-Korsett, während sich das Buch als Fortschreibung des früheren Werks von E. A. Meyer an diesen Rahmen hält. Trotzdem – so Muchenberger – sei es keine blosse Fortsetzung; als neue Aspekte kämen die wirtschaftlichen und sozialen Effekte der Basler Fasnacht dazu.

Nur kurz in Erklärungsnotstand kam der Comité-Obmann bei der Frage, warum in der Fasnachtsbox gemischt-farbene Räppli angeboten würden, sei der Verkauf doch nur in «uni» gestattet. Diese Prise sei eben vom Fasnachtshimmel herabgeregnet – und da sei es ausnahmsweise halt einmal bunt geworden.

Mit einem Apéro bei Bider & Tanner wurde die Vernissage beschlossen – und man konnte sich gleich ein Exemplar der Fasnachtsbox sichern. Schliesslich ist es bis Weihnachten nicht mehr weit…

Eine ausführliche Besprechung des Inhalts der Fasnachtsbox folgt gegen Ende der Woche.