Sieben Stammcliquen begeben sich aufs Glatteis

6. November 2007 | Von | Kategorie: Nachrichten

Es ist wieder soweit! Es steigt die vierte Auflage des Fasnachts Eishockey-Cups. Am Samstag, 10. November werden Trommelhunde und Piccoloprimadonnen aus Stammcliquen in der St. Jakob-Arena wiederum zum Hockeystock greifen und in spannenden Matches dem kleinen schwarzen Kobold namens «Puck» nachjagen.

Selbstverständlich wurden Frühling und Sommer genutzt, um intensive Trainings durchzuführen. Die Mannschaften haben eine harte Vorbereitungsphase durchgemacht. Sei es mit ausgiebigem Inline-Skate-Trainings und ebenso ausgedehnten Beizentouren sowohl im Grossbasel als auch im Kleinbasel. Bedingt durch das vielgerühmte Wetter im 2007 bot sich der letzte Sommer hervorragend an, bereits im Frühstadium ein Eistraining zu absolvieren. Allerdings befand sich das Eis nicht im gefrorenen Zustand und kam vorwiegend von oben. So waren die Mannschaften gezwungen den Schluck Bier um den Teamgeist zu stärken in ihren Cliquenkellern zu sich zu nehmen. Allerdings wirkte sich dies sehr positiv auf die Kameradschaft innerhalb der einzelnen Teams aus, ganz nach dem Motto: Krisen fördern den Zusammenhalt. Dieser fasnächtlich, sportliche Leckerbissen verspricht also einiges an Spannung und amüsanten Spielszenen in der einmaligen Ambiance der Eissporthalle St. Jakob-Arena.

Das Turnier wird um eine weitere Mannschaft auf sieben Teams erweitert. Der Pokal wird nun von sieben Stammcliquen umkämpft. Neben dem Titelverteidiger Olympia und den stets punktehungrigen Equipen Schnurebegge, Seibi, Gundeli, JB Santihans, Basler Bebbi, geben sich neu auch der Dupf–Club die Ehre.

D’Olym-Pirats wollen auf jeden Fall den Pokal wieder nach Hause mitnehmen.
Deswegen waren sie zwei Wochen in Davos und konnten sich dort optimal vorbereiten. Hochmotiviert auf der Suche nach dem konsequenten Abschluss aufs Tor, werden sie es den Gegner nicht einfach machen.

Nachdem d’Bebbi Yysbääre im vergangenen Jahr den Pokalsieg knapp verpasst haben, wollen sie den Ehrenkübel jetzt definitiv wieder in den Bebbi Keller (erstmals zu sehen am Kellerabstieg in zwei Wochen) holen. Sie konnten sich nun an zwei, drei Schlüsselpositionen rechtzeitig verstärken. Auf ein Eistraining im Sommer wurde aus bekannten Gründen verzichtet.

Seibi Ice-Pigs. Ein Name, welcher in der Fasi- und Eishockey-Szene bekannt ist. Ein Team, welches hartnäckig das Ziel «gewinnen» verfolgt und dabei den Spass an der Sache in den Vordergrund stellt. Und alles nach dem Motto: «Solang`s in Basel Schlittschueh git, spiele mir ganz vorne mit.»

Die Gundeli-Seals, die auch wegen des freundschaftlichen Kontakts zu anderen Fasnächtler immer wieder am Fasnachts-Cup teilnehmen. Eishockey weckt bei den Gundeli besondere fasnächtliche Gefühle. Kann man doch, wie an der Fasnacht, ein Kostüm und eine Larve überstülpen und geht auf die Piste.

Zum zweiten mal dabei sind die JB Santihans aus Basel-West. Es ist das einzige Team, welches mit 5 Eisprinzessinnen antritt. Ob dies dazu dienen soll die Gegner zu blenden offenbaren sie natürlich nicht. Einzig was unlängst bekannt wurde war, dass die Höhe der Ablösesummen dieser Spielerinnen in der internationalen Hockeywelt als astronomisch bezeichnet wird.

Die Schnurecheckers, einst Turniersieger, sind ein Team mit grossem Kampfgeist. Dabei kämpft man nicht nur gegen das andere Team, man kämpft auch mit sich, mit dem Puck, mit dem Eis und am anderen Tag mit dem Muskelkater. Der sportliche Moment war da, man freut sich nach der Dusche auf den geselligen Teil dieses Anlasses. Dabei redet man einmal nicht vom Trommeln und Pfeifen.

Der Dupf-Club, das erste Mal dabei in diesem Jahr wollen sie sich in der Sportwelt, in FHL (Fasnacht Hockey League) einen bleibenden Namen verschaffen. Mit eisernem Willen, verbunden mit zahlreichen Trainings in abgelegen Gebieten (waren sie in Sibirien oder in den Wäldern Kanada’s?), sind sie überzeugt für eine Überraschung zu sorgen.

Der 4. Fasnachts-Eishockey-Cup wird von Experten als absolutes «must» bezeichnet. 15 hochkarätige Scouts von Topclubs aus Kanada, Schweden, Finnland und den USA haben sich bis heute schon akkreditiert. Dreissig Fernsehsender und fünfzig Radiostationen wollen die Spiele live übertragen. Wer auf Hockeyplausch auf hohem Niveau, witzige Pirouetten und weitere amüsante Szenengags steht, pilgert nächsten Samstag in die Eissporthalle der St. Jakob-Arena. S isch klaar, me goot!