Schnitzelbängg: Es Blochert und Ospelt ganz gewaltig

11. Februar 2008 | Von | Kategorie: Nachrichten

Eines lässt sich nach der Durchsicht der weit über 70 bereits vorliegenden Bängg problemlos feststellen: So politisch wie 2008 waren die Lästerzungen schon lange nicht mehr. Die Tage werden länger, die Bänggler immer bissiger und die Trockenlese immer weniger. Also verzichten wir auf viel erklärende und verbindende Zwischentexte, verweisen nur darauf, dass der Bängglerspott zu Hingis, FCB, EHC und Konsorten im Sportbund dieser Ausgabe zu finden ist und stürzen uns vorerst in die helvetische Politik, die auch bei uns eine «Neue» eröffnen darf:
Wo der Blocher muess goo
isch der Couchepin ganz fescht entsetzt
«Mon petite Duce, was machsch denn du jetzt?
Isch gib dir den Rat
und zum Abschyd au noch ein Schmutz:
Kauf du dir in Basel dann der Brauni Mutz.»
(Anggewegglimaitli, Comité-Bangg)

Bisch gäg dr Busch,
denn duesch McDonalds boykottiere.
Als fromme Moslem kasch e Schungge nit goutiere.
Als brave Bebbi waisch,
dass mir kai Ziri-Gschnätzlets ässe sotte.
Bisch in der SVP, isch s Bindnerflaisch verbotte.
(Dootebainli, Comité-Bangg)

Dr ET het vor Joore unseri Ärde verloo.
Jetzt hän mir s Gfyhl, är isch wiider doo
Und scho hän mir ihn entdeggt
im Bundesroot als Schlumpf versteggt.
(Tourischte, VSG)

S Micheline Calmy Rey,
die het jo wirgglig Pfuus
Si macht sogar der Huushalt
in däm Bundeshuus.
Zer Wienacht het si,
und do isch si bsunders froh,
vom Parlamänt e rächte Bääse gschänggt bikoo.
(Babberlababb, BSG)

Am Parteidaag vo dr SVP isch Gott sei Dangg
d Striggede gange als Schnitzelbangg.
Sy hän kaini spezielle Värs miesse mache:
s isch jo doch der Blocher, wo sait, wenn lache
(Fäärimaa, Comité-Bängg)

Bim Blocher syner Abwahl
sin im Baabscht grad Trääne ko.
Vom beschte Mässwyy
het är sich e Halbe bringe loo
O Herr, fir d Abwahl dangg ich dir
und riehm di Himmelrych
jetz bi dr ainzig Unfählbaari ändligg wiider ych!
(d Syydiaane, Comité-Bängg)

Womit wir nun endgültig im klerikalen Bereich angelangt wären. Dazu aus regionaler Sicht Comité-Bangg Spitzbueb:
«Liebe Gott», due n y syt finf Joor bätte,
«mach uss em Bischof Koch e Nätte!»
Nach finf Joor Bätte waiss y jetzt:
Au em Liebe Gott sin Gränze gsetzt.

Dr Papst Benedikt erklärt bim Abendmahl:
Mir Katholike, mir sin s Original.
Jä denn sin doch – nur, das isch dumm,
mir Proteschtante halt s Genericum.
Diagnose: Und d Kirchestüür,
duet dr Couchepin prahle,
muess künftig d Granggekasse zahle.
(Doggter FMH, Comité-Bängg)

E Huutarzt maint zur Glepfer-Froog,
s Brobleem syg z leese.
S bruch statt us Rio jetzt halt
Därm vo de Chineese.

Denn könnsch problemlos
am e Wurschtsalätli nippe
und statt an Rinderwahn
stirbsch halt an Vogelgrippe
(d Zahnstocher, Comité-Bangg)

Äxtrafiecht und superdünn
und trotzdäm ryssfescht mien sy syy.
Am beschte mit em Gietesiegel,
denn s muess zimmlig ebbis dry.
Mit Rille, Noppe und us Läder,
Gummi oder Garn

isch uns doch schnuppe.
Hauptsach: s aignet sich als Glepferdarm.
(Die Aabrennte, Comité 2000)

Bi der UBS – es isch e Gschyss
hets hundertduusig Schööfli – alli wyss
und de kasch gseh, wie das denn uusekunnt,
wenns numme Schoof het und kai Schäferhund.
(Die Verschiffte, Comité-Bängg)

Es maint die Frau vom Fundbüro:
Jä nai, sin sii scho wiider doo?
Zem letschte Mool, es isch verschwunde,
Herr Ospel, mir hänn ihr Gäld nid gfunde.
(Käller-Assle, BSG)

Kennte sii bitti vo ihrem Stuehl uffstoo
und drunter luege eb si dert nit noo
– bevor si alli Bach-ab verschwinde –
e baar Milliarde vom Ospel finde.
(Hanslimaa, Comité-Bängg)

Ych muess hit zoobe zuegää,
Fremdwörter kenn ych nid so vyyl.
Ych bi halt nur e glaine Buur,
kenn zum Byspyyl pädophil,
Waiss: maskulin haisst männlig,
Nusscreem haisst Nutella.
Me waiss ych halt laider nid –
doch: gäldgeil dasch vasella.
(Heiri, Comité-Bängg)

Dr Ospel het e SMS versändet an Vasella:
Nimmsch du nit au in näggschter Zyt
e besser zahlti Stell a?
Dr Daniel losst sofort dur d Seggredärin
d Antwort zische:
Mir kennte mitenander
statt däm Inder Stroose wische.
(Schwoobekäfer, Comité-Bängg)

My Bueb, dr Max, är het
chly Stress in Mathe und duet schiile,
isch haimlig ab mit all mym Gäld
und isch es go verspiile.
Y ha dr Max vor d Hütte gstellt,
do het dä uff dr Schwelle
als Abgangsentschädigung
no fynf Joor Sagggäld welle.
(Stächpalme, Comité-Bängg)

Die mehr lokal-regionalen Kostproben des sehr erfreulichen Bänggler-Jahrgangs 2008 sind gleich eine Stufe tiefer nach zu lesen.

Von Strau- und anderen Frauen und Männern

Lokal-Regional Die ultimative Gesamtschau der Bänggler von Basel bis Riehen und vo Schönebuech bis Ammel, ämmel oder so: «Euse Erich» hat es zwar nicht ins Stöckli geschafft, dafür aber in den Bänggler-Olymp. Bevor der neo Alt-Regierungsrat zu Ehren kommt, hier noch ein passender Hinweis des zweitältesten Banggs:
Gits do inne ändli Rueh.
Iir looset uns jetzt alli zue!!
Mir dulden absolut kai Wiiderred
und sages in scharfem Doon:
«Wenn numme ain vo euch
uns nit luschtig findet,
gehn mer in d Opposition.
(Stächmugge, Comité-Bängg)

Wo euse Erich, der «Fascht-Ständeroot»
mit Glanz und Gloria undergoht,
do froggt en d Präss:
Herr Straumaa, sind si jetzt deprimiert?»
«Jo, der Depp bin y scho lang,
aber s erschti Mool prämiert.
(Peperoni)

D Uni het kai Platz meh in dr Stadt,
s lyt uff dr Hand,
Me züglet gly zum liebschte Partner,
sprich: uff Baselland.
Klaar, dass me in Wintersinge
scho e bitz närvös isch
derby hai die dr Straumaa
als Brofässer für Französisch.
(Stächpalme, Comité-Bängg)

Ich bi e Baselbieter und Partner vo dr Stadt
Ich gang gärn ins Theater, au d Uni find ych glatt
und duesch öis öbbe frooge, ob mir meh zaale wei,
denn haissts nit, dass mer luege wei,
denn sääge alli Nei!
(Heiri, Comité-Bängg)

E Studie sait, es syg e Schand,
dass d Schieler uss em Baselland,
gscheyter sin als die vo Basel.
Das halt y sicher nit fir Gfaasel.
Das kaasch fir alles gälte loo
s isch au bi de Regierigsreet esoo.
(dr Waggis, Comité-Bängg)

S Heyer Rösli isch jetzt Vieri
und au der Jüngscht vom Hof vos Bieri
Sy göhn in Chindergarte z Sissech zur Frau Ley
dört mien sy bald, me duet sich wehre,
scho im Chindsgi Hochdütsch leere.
Es finds nit jede guet, e mängge macht e Gschrey
Es isch doch wichtig, dass au mir
die kaibe Rambasse verschtön,
well die doch spöter, wenn si gross sin,
z Basel-Stadt in d Uni göhn.
(Striggede)

Dr Vorschlag vom Herr Eymaa isch
im Grund gnoo e banaale:
fir jede Goof, wo nit rächt duet,
solle d Eltere zaale.
Wurd me das Prinzip
au fir der Grossroot ybernää
kennt me z Basel d Styyre
uff ai Frangge aabenää.
(D Syydiaane)

By der Schneidere gheerts
zue de Frooge, de haiggle:
Wie kaa me die Frau
numme sinnvoll recycle?
D Herzog, wo soo gärn
no d Styyre duet sängge,
die kennt me ganz aifach
der Hailsarmee schängge.
(Anggewegglimaitli, Comité-Bängg)

Mir hätte gärn dr Bischof Koch an Morgestraich yglade.
Sy Goschdym basst und ebbis Luschtigs wurd däm Maa nit schade.
Dr Grund worum är abgsait het, lyt bi dr Ziibelewaije:
Är het drum schregglig Schiss, well so ne wältligs Gricht ka blaije.
(Schwoobekäfer, Comité-Bängg)

Jetzt hämmer gläse: D Rettigsring
– es isch jo nit zem Fasse –
die solle sich – fyyn nüanciert –
dr Farb vom Rhy aabasse.
Ghei eini vo dr Wettstaibrugg
und gsehsch, dass die nit schwimmt,
so muesch si halt versuffe loo,
Hauptsach: s Stadtbild stimmt.
(Die Blauäugige, Comité-Bängg)

Die Baselbieter Lütli
sin gar e bsundere Schlaag.
Si schaffe und si wärche
z Nacht lieber wie am Daag.
Wenn d Läde z Baasel schliesse
foot s Gschäft by iihne aa,
denn kaasch s neij Harry-Potter-Buech
als Kirchegsangbuech ha.

…singt der Comité-Bangg Gluggersegg. Mit deren obligatem Trämler-Vers schliessen wir die Trockenlese:
Dr Waagefiehrer Haiggi Hayer
rysst e Vollstopp mit sym Zwaier
und rennt uff s Hysli. Kasch nur hoffe
är het kai Basler-Wasser gsoffe