Schnee vo geschtert…

24. Februar 1999 | Von | Kategorie: Nachrichten

War’s eine Jahrhundertfasnacht? Bestimmt nicht, denn dafür hat vom Wetter her einiges nicht gestimmt. Vor allem am Morgestraich nicht ­ nass, nass, nass. Dazu der Wind, die Finger der Pfeifer streikten wegen der Kälte schon bald. Der Himmel klarte dann aber auf, am Montags-Cortège schien zeitweise sogar die Sonne, und abends beim Gässle genossen einige tausend Fasnächtler die Fasnacht in vollen Zügen.

Auch der Dienstag blieb trocken, für die Kinder war’s ein Gutzi-Tag. Keiner zu klein, ein Fasnächtler zu sein. Man und frau tat sich mit dem eigenen Nachwuchs zusammen, und von eben diesem Nachwuchs scheint es genug zu geben. Vor allem die Wagencliquen zeigten ihre Sprösslinge und liessen sie wirken. Vorbildlich sind auch, es sei einmal mehr erwähnt, die Fuege-Fäger mit ihrem Kinder-Gugge-Plausch.

Was die Sujets betrifft: Es gab die erwarteten Renner ­ Doping an der Tour de France, der Bär im Glaibasel, der prophezeite Weltuntergang samt Endzeit-Stimmung. Auch Christos eingepackte Bäume kamen zu Ehren, doch nicht im befürchteten Ausmass. Wir haben ganz tolle Sachen gesehen ­ stellvertretend für alle herausgehoben seien der Dupf-Club mit der bravourös dargestellten Endzeit-Stimmung und die Spezi-Clique (Sujet: LEK MIR ­ ALLes SCHROTT) mit ihrem wunderschön gestalteten Zug. Den Vogel abgeschossen haben die Basler Dybli mit ihrer Feuer-Ladärne, die besonders nachts zur Geltung kam.

Restlos überzeugt haben diesmal die Schnitzelbänkler ­ die Bemühungen des Schnitzelbank-Comités um mehr Qualität tragen Früchte.

Keine Jahrhundert-Fasnacht, aber doch ein schöner Jahrgang. Vergessen wir doch einfach den Regen und den Schnee!