…und flieg mit, in dr Pfyfferli-Air.”
Das Pfyfferi 2015 nimmt sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigt auf, was Herr und Frau Basler im vergangenen Jahr bewegt, begeistert, verärgert oder erregt hat. Mit enorm viel Charme, subtilen Seitenhieben, bissigen Wortspielereien und harmonischem Gesang, hat es das Ensemble rund um Hausherrin Caroline Rasser wiederum verstanden, ein hoch amüsantes Programm auf die Beine zu stellen. Ein Programm, welches vom Premierenpublikum verdientermassen gefeiert worden ist.
Das Pfyfferli 2015 unterscheidet sich von der letztjährigen Ausgabe in vielerlei Hinsicht. Unter der Regie von Niggi Ryhiner, wird auf eine zusammenhängende Geschichte verzichtet und wie in früheren Jahren einzelne eigenständige Nummern aufgeführt. Der vielzitierte rote Faden geht indes jedoch nicht verloren, überbrückt doch Ensemble-Neuzugang Urs Bihler die einzelnen Programmpunkte immer wieder in wortgewaltigen Monologen und mit ausdrucksstarker Gestik.
Überhaupt glänzt das diesjährige Pfyfferli erneut mit vielen grossartigen Texten, für welche sich René Glaser, Chales Lewinsky, Michael Luisier, NasegnybleR, Karl Schweizer, Lucien Stöcklin und Stefan Uehlinger verantwortlich zeigen.
Die Texte werden vom Ensemble glänzend umgesetzt. Sei es im Pfyfferli-Foyer mit Salomé Jantz und Caroline Rasser bei Güppli, Sökölök und em Alain, an der Art-Performance bei Würstchen mit Polizeieinsatz, im Massagestudio mit rappendem Kneter und singender Ärztin oder als schlafwandelnde Basler, welche alsdann lauthals verkünden „BEBBI, WACH UFF!
Hervorzuheben ist im ersten Teil bestimmt die Nummer „Schlamm Poet“. Charlotte Heinimann als Operettenhafte Diva steht Roland Herrmann gegenüber, der in Oberbaselbieter Rap-Manier den Gästen Tränen in die Augen zaubert. Tränen vor Lachen, versteht sich. Wie in den letzten Jahren begleitet dabei Daniel Wittlin grossartig am Piano.
Nach der Pause wird es melancholisch/bissig, wenn Caroline Rasser als Kleinbasler Trottiorschwalbe die Kaserne besingt, grölig/amüsant wenn das Basler Humoramt den „Superbangg“ sucht und parodistisch/köstlich, wenn David Bröckelmann, im Kochstudio Prominente persifliert. Treffend ist auch der Vergleich zwischen Aktentaschen und Politiker in der Nummer „Waaretescht“.
Vom Konzept: „zwai Schnitzelbängg pro Oobe“ ist man auch im 2015 nicht abgewichen. Für das Premierenpublikum standen „Tam Tam“ und „dr Peperoni“ auf der Pfyfferlibühne. Beide Formationen Garanten für hohe Schnitzelbanggkunst und diese ernteten für ihre Verse den verdienten Applaus.
Für die Organisation der Fasnachtsmusik hat man auch heuer auf die bewährte Kraft von Xenia Fünfschilling zurückgegriffen. Mit der Tambourengruppe Chrisibuebe und der Pfeiffergruppe Jongs, treffen sich Könner ihres Fachs in den Katakomben des Fauteuils und überzeugen mit dem „Tango“, „Calvados“, „Dialog“ und „Fyyrvogel“. Präziese, harmonisch und erfrischend neu, sorgen sie für Vorfreude auf die kommenden „drey scheenschte Daag“.
Das Pfyfferli 2015 überzeugt auf ganzer Linie. Hohe Schauspielkunst, feine Texte, passende Bühnenbilder, gelungene Verse und Fasnachtsmusik auf höchstem Niveau.
Die 56 Vorstellungen sind am Tag der Premiere beinahe ausgebucht. Wenige Restkarten sind noch an der Theaterkasse am Spalenberg 12 erhältlich.
Neu gibt es anstelle eines Programmheftes eine umfangreiche und gestalterisch aufwändig produzierte „Pfyfferli Zytig“.
Mehr Bilder von der Premiere gibt es in der Pfyfferli 2015 Galerie.
„Pfyfferli 2015“ – Theater Feuteuil, 8. Januar bis 22. Februar 2015, Mo bis Fr täglich 20 Uhr / Sa 18 und 21 Uhr / So 16 und 19 Uhr, Vorverkauf: www.fauteuil.ch und Tel. +41 61 261 26 10



