Reinacher Gugge sorgt für heisse Köpfe

6. März 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

Am Fasnachts-Dienstag wird um 22.49 Uhr die «Furzgugge» als letzte Formation auf der Bühne des Claramonsters stehen. Und genau dieser Programmpunkt erhitzt wenige Tage vor der Fasnacht die Gemüter: «Die ungeschriebenen Gesetze werden von Jahr zu Jahr weiter aufgeweicht», schreibt Markus Vögtli in einem Basler Fasnacht Online (BFO) vorliegenden Brief an das OK des Claramonsters. Grund für seine Kritik: Die Furzgugge stammt aus Reinach. «Ich vertrete hier meine ganz persönliche Meinung», erklärt Vögtli auf Anfrage. Der Messingkäfer-Obmann steht nebenbei nämlich auch der Gugge-IG vor, die ihr traditionelles Konzert auf dem Barfüsserplatz abhalten wird.

«Ich bin erst über die Furzgugge gestolpert, als ich den Übersichtsplan der Konzerte auf fasnacht.ch gesehen habe», erklärt Vögtli. Auch die Gugge-IG erhalte immer wieder Anfragen von auswärtigen Musikformationen, ob denn eine Teilnahme in Basel auch einmal möglich wäre. «Mit Hinweis auf unsere traditionellen Gepflogenheiten, wonach die Basler Fasnacht zwar weniger organisiert, aber dennoch in einem abgesteckten Rahmen stattfinde, mussten wir immer wieder Absagen erteilen. Dies wurde jeweils auch respektiert.»

Schon zum 23. Mal findet das Claramonster, das Konzert der wilden Guggemuusigen, in diesem Jahr statt. «Ich habe mit verschiedenen, am Claramonster auftretenden wilden Guggen gesprochen», sagt Vögtli. Das Erstaunliche: «Alle teilen meine Kritik – offensichtlich will niemand die Furzgugge eingeladen haben.» Dem widerspricht allerdings Sascha Stadler, OK-Mitglied und Webmaster des Claramonsters, vehement: «Der Auftritt der Furzgugge wurde von allen teilnehmenden Guggen gutgeheissen.» Die Reinacher Gruppierung hatte bereits vor über einem Jahr eine Anfrage gestartet, ob ein einmaliger Auftritt im Rahmen des 10-Jahr-Jubiläums gutgeheissen würde. «Wen wir letztlich am Claramonster auftreten lassen, muss Markus Vögtli schon uns überlassen», fügt Stadler an. Dass in den vergangenen Jahren vorab an den Fasnachtsabenden eine «Verwilderung» (Zitat Stadler) stattgefunden habe, bestreitet er nicht: «Dagegen können aber weder die Gugge-IG noch wir etwas unternehmen.»

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