Pfyfferli 2006: Freche Texte, gute Musik und «verrückte Füsse»

6. Dezember 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Die Vorfasnachts-Veranstaltung Pfyfferli expandiert weiter. Nach 39 Vorstellungen im Jahre 2004 und 50 im Jahre 2005 stehen im nächsten Jahr 53 Vorstellungen auf dem Spielplan. Diese Zahlen gab an der heutigen Medienorientierung ein sichtlich stolzer Claude Rasser bekannt. «Da die Vorbereitungen für die Ausgabe 06 gleich nach der diesjährigen Fasnacht begannen, ist für uns praktisch 300 Tage Fasnacht im Jahr», verriet Caroline Rasser. Dabei sei es wichtig, dass der harte Kern des Teams erhalten bleibe. Erfreulich ist, dass sich auf einen Aufruf hin nicht nur bekannte Autoren wie Megge Afflerbach meldeten, sonder auch eine ganze Reihe neuer Texter. Und diese stammen nicht nur aus unserer Region, sondern, man lese und staune, sogar aus Zürich!

Das Schauspielensemble besteht aus Mirjam Buess, Colette Greder (wie verraten wurde wieder mit einem grossartigen Solo mit dem Text von Megge Afflerbach und der Musik von Arth Paul), Caroline Rasser, Colette Studer (die einzige aktive Fasnächtlerin des Ensembles), Peter Richner und Dani von Wattenwyl. Jeweils zwei Schnitzelbängg treten pro Abend auf. Hier wechseln sich «dr Schorsch vom Haafebeggi II», «d’ Striggede», der «Peperoni», «die Verschiffte» und «Anneli und Hansli» (eine Fusion von «Singvogel» und «Stroosewischer») ab. Welche Bangg an welchem Abend auftritt ist aus einer Liste an der Theaterkasse ersichtlich. Arth Paul übernimmt aus gesundheitlichen Gründen «nur» die musikalische Leitung. Am Klavier begleitet diesmal Dani Wittlin. Regie führen wieder Rolf Lansky und Martin Schurr.

«Auch wenn wir zwei Regisseure sind, so reden wir doch mit einer Stimme», so Lansky. Die Koordination zwischen den beiden geschehe immer im Zug bei der Anreise nach Basel, verriet Lansky. Für das Programm konnte nur ein Drittel der eingegangenen Texte berücksichtigt werden. «Das ist Material, das verkauft werden muss», so Lansky. Doch alle Texte seien von gleich guter Qualität. So auch eine «echte Internetnummer», in welcher das neue Medium auf die Schippe genommen wird.

Die Koordination (nicht Leitung) der Tambouren- und Pfeifergruppen liegt erstmals in den Händen von Xenia Fünfschilling und Erik Julliard. Bei den Pfeifern sind es die «Original Bajass-Pfyffer», «d’ Pfyffer» (Leitung Michi Robertson), die «Barfiessler», sowie eine Gruppe aus Pfeifer-Koryphäen. Die Tambouren vertreten die «Chriesibuebe» (Leitung Ivan Kym), die «Streifer» und Tambouren der «VKB». Das Programm reicht von traditionellen Märschen bis zu neueren Kompositionen wie dem «Fritzli» von Robertson oder einem neuen Trommelmarsch von Kym. Alle Gruppen treten in den entsprechenden Originalkostümen auf. Also die «Barfiessler» in ihren Mönchskutten oder die «Bajasse» als Stadtpfeifer.

Gespannt sein darf man auf das Mitwirken von «Angelo Borer & the Crazy Feet Company». Die Stepptanzgruppe hatte schon Auftritte in der ganzen Welt. Seit rund einem Jahr übt sie nun fürs Pfyfferli. «Ich bin schon einmal im Theater Fauteuil aufgetreten. Das war etwa 1986 an einem der damaligen Fauteuil-Apéros», erinnerte sich Borer. Gesteppt wird unter anderem zu einem sehr bekannten Fasnachtsmarsch und sitzend zu klassischer Musik.

«Der Vorverkauf für Pfyfferli 2006 läuft erfreulich gut», so Caroline Rasser. Bereits sind rund 80 Prozent der Tickets verkauft. Wer also zwischen dem 19. Januar und dem 5. März 2006 beim «Bijou der Basler Fasnacht» (so die bz) dabei sein will, der muss sich sputen.