Am 6. Januar um 20 Uhr hebt sich im Theater Fauteuil der Vorhang zur Premiere des «Pfyfferli 05». Ursprünglich war geplant, beim «Bijou der Basler Fasnacht» (so die Basellandschaftliche Zeitung) eine einjährige Pause einzulegen. «Doch wir waren vom Erfolg des diesjährigen Pfyfferli so freudig überrascht, dass wir uns entschlossen haben, bereits nächstes Jahr weiterzumachen», so Caroline Rasser an der heutigen Medienorientierung. Das Konzept bleibe dasselbe, doch inhaltlich würde es einige Veränderungen geben. Es werden wieder einige Höhepunkt von früheren Aufführungen übernommen, und Colette Greder wird mit einer nostalgischen Nummer überraschen. Mehr aber wollte Caroline Rasser nicht verraten.
Den Schleier des Geheimnisses lüftete dann Regisseur Rolf Lansky doch etwas mehr. So werde sein Lieblings-Sketch aufgeführt. Auch wenn Helmut Qualtinger den Text schon vor 40 Jahren geschrieben habe, sei er noch immer aktuell. «Ich bin zwar für lustige Nummern, serviere aber auch gerne einen kleinen Stachel», erklärte Lansky. Das Programm spannt einen grossen Bogen über die Fasnacht. Es zeigt, wie aus einem Bebbi aus dem «Froschteich» am Ende ein richtiger Fasnächtler wird. Die Figuren mit Alti Dante (Lansky sprach zuerst von einer Alten Dame), Blätzlibajass oder Harlekin sind traditionell. Neben Nostalgischem gibt es auch Texte, welche nahe an der Zeit sind und aktuelle Themen aufgreifen. Besonders freut es Lansky, dass Urs Bosshardt wieder dabei ist. «Er ist ein Ausländer, der sich immer mehr integriert und in die Seele der Basler eingeführt wird», so Lansky schmunzelnd.
Claude Rasser empfindet die Zweitauflage als neue Herausforderung. Da für die ursprünglich geplanten 44 Vorstellungen (sechs mehr als dieses Jahr) bereits 80 Prozent der Tickets verkauft waren, entschloss man sich, zwei Zusatzvorstellungen anzusetzen. Das heisst, vom 6. Januar bis 13. Februar wird das Pfyfferli 05 insgesamt 46 Mal aufgeführt. Neu ist, dass Tickets auch über das Internet bestellt werden können.
Wieder beim Ensemble dabei sind Colette Greder, Urs Bosshardt, Peter Richner und Dani von Wattenwyl. Neu für die ausgeschiedenen Stefanie Hargitay und Caroline Rasser treten Mirjam Buess und Colette Studer auf. Regie führt Rolf Lansky. «Altershalber» unterstützt wird er durch den Schauspieler, Regisseur, Tänzer und Choreograph Martin Schurr. «Kein Alemanne, aber nicht weit davon entfernt. Er ist Schwabe», so stellt Lansky seinen Kollegen vor. Die musikalische Leitung hat Arth Paul. Für fasnächtliche Klänge sorgen wieder die «Bajass Alte Garde» und die «Pfyfferli-Tambouren». Wie schon dieses Jahr treten pro Abend zwei Schnitzelbängg auf. Zum «dr Schorsch vom Haafebeggi II», «d’Striggede», «Peperoni» und «die Verschiffte» gesellt sich neu «dr Singvogel». Das Bühnenbild stammt von Christoph Knöll.



