Perfekte Bilder sorgen für Gänsehaut

1. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

Heute öffnet sich das erste Türchen des Adventskalenders – und damit verbunden macht sich hie und da auch ein erster Tropfen Angstschweiss bemerkbar: Was schenke ich zu Weihnachten? Eine elegante Lösung stellt das Basel Tattoo dar: Am Freitag beginnt der Vorverkauf für die nächstjährige Ausgabe (Basler Fasnacht Online berichtet am 3. Dezember ausführlich) – und schon jetzt ist das Filmdokument des
Basel Tattoo 2009
erhältlich, das in diesem Jahr nebst DVD auch in neuer Technologie daherkommt: «Als erstes Tattoo der Welt ist Basel als Blu-ray Disc (BD) in Full-HD-Qualität verfügbar», verkündet Produzent Erik Julliard stolz.

Doch was heisst dieses technische Fachchinesisch konkret? Inhaltlich und sogar preislich (!) unterscheiden sich DVD und BD nicht – Letzteres ist deshalb bemerkenswert, weil dies bei handelsüblichen (Film-)Produktionen keineswegs der Fall ist. Der Grund ist einfach: Die BD-Umsatzzahlen hinken hinter dem DVD-Volumen weit hinterher – noch, muss man fairerweise anfügen. Denn punkto Qualität lässt Blu-ray keine Wünsche offen: «High Definition», oder kurz HD, heisst hier, dass der Zuschauer das Basel Tattoo 2009 in perfekter Bild- und Tonqualität zu sehen bekommt. Voraussetzungen dafür sind allerdings ein entsprechender Fernseher («Full HD») sowie ein Abspielgerät erforderlich; dieses ist entweder als reiner BD-Player erhältlich oder in Konsolen wie der «Playstation 3» bereits verbaut.

102 Minuten dauert der «Hauptfilm», die Übertragung des Basel Tattoo 2009. Zweifelsohne sehr informativ sind die Erläuterungen des Kommentators Christoph Schwegler. Wer allerdings beim zweiten oder dritten Durchlauf die wohl bekannteste Schweizer Radio- und TV-Stimme «wegzappen» will, kann dies ohne Weiteres tun – und dann Bilder und Musik alleine wirken lassen. Sowohl mit als auch ohne Kommentar ist der Ton im 5.1-Format sowie als reine Stereo-Version (2.0) auswählbar. «Der bunte Reigen aus hochqualitativer Musik und präziser Choreografie wird in der Fernsehaufzeichnung noch spannender», heisst es beim Schweizer Fernsehen, «mit der Steadycam in der Arena kann das Fernsehpublikum während der Show ganz nahe an die Musikern herankommen.»

Im Sinne der Vollständigkeit einer gelungenen Veranstaltungswoche sammelt das Bonus-Material ein paar weitere Pluspunkte: Während rund 24 Minuten ist auch das Pipefest zusammen mit der Tattoo-Parade auf dem Silberling vertreten. Etwas merkwürdig mutet allerdings die Aufnahme von Erik Julliard an, als dieser vor dem Käppelijoch posiert – die nervösen Bildruckler am Ende lassen vermuten, dass diese Aufnahme vor einem «Greenscreen» im Studio entstanden ist. Das ist dann auch der einzige Kritikpunkt: Ansonsten hat TV-Produzent und SF-Volkskultur-Redaktor Beat Manetsch (mit der Erfahrung zahlreicher Fasnachts- und mittlerweile Tattoo-Produktionen) wieder ganze Arbeit geleistet. «Das Tattoo garantiert Gänsehaut pur», ist auf dem Disc-Umschlag zu lesen – und das stimmt. Auch beim nachträglichen Betrachten auf Konserve.