Ab dem 6. Februar ist am Spalenberg 12 «Vorfasnacht total» angesagt. Während dann im Kellertheater Fauteuil seit zwei Wochen das wieder auferstandene «Pfyfferli» über die Bühne geht, hebt sich im Neuen Tabourettli erstmals der Vorhang zur «Stubete 04». Hausherr, Produzent und Regisseur Werner F. Vögelin orientierte heute die Medien über das neue Programm «Der Stubete-Geist lebt!». Dabei dankte er namentlich jenen Medienvertretern herzlich, welche ihn neun Jahre lang so treu begleitet hatten.
Auch bei der neunten Auflage dieser Vorfasnachts-Veranstaltung wird wieder sehr viel Wert auf gute Sketche, sauberes Baseldytsch und gute Pointen gelegt. «Letzteres ist für die Stiggli garantiert. Ob es auch für die Bängg zutrifft, muss sich erst weisen», erklärte Vögelin schmunzelnd. Schliesslich weiss er, der 25 Jahre lang als «Kaffimihli» aktiver Bänggler war, worüber er redet. Und nicht ohne Stolz erwähnte er, dass sein Kostüm in der Dauerausstellung «Teufel, Tod und Harlekin» im Museum der Kulturen stehen werde. «So bin ich heute schon im Museum», fügte Vögelin an.
Erstmals werden weder Trommler- noch Pfeifergruppen auf der Bühne stehen. Dafür gibt es schräge Fasnachtsmusik. «Es wird also kein Menü serviert, dafür ein ausgezeichnetes Dessert», verriet Vögelin. So ist für die Stubete 04 ein Stück für die Formation «Quattro Celli» entstanden. Gründerin und Leiterin Lea Hosch möchte so mit einer Welt voller klassischer Eleganz und Vorfasnächtlichem überraschen. Unter der Leitung von Vittorio Müller werden jeden Abend sechs bis acht Nonnen als Gruppe «Sister Act» für Stimmung sorgen. Der bekannte Spitzenpfeifer Christian Müller fungiert als Stadtgeist und verkörpert so das Stubete-Motto «Der Stubete-Geist lebt!»
Auch dieses Jahr dürfen die Stargäste nicht fehlen. Diesmal sind es Yvonne Kupper und Ralph Heid. Die Zürcherin Kupper ist Schauspielerin und Sängerin. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme machte sie sich schnell einen Namen als Diseuse. Der Basler Heid ist als «Hurricane auf dem Xylophon» oder einfach «Mister Xylophon» weltweit bekannt. Nachdem er 1986 das Charivari-Publikum begeisterte, wird ihm diesmal auch das Stubete-Publikum zujubeln.
Natürlich lässt es sich Vögelin nicht nehmen, selbst auf seiner Stubete-Bühne zu stehen. So mit «Basel-Ziri aif ach!», «Summertime…», «dr hailig Köbi vo St. Jakob», «Rossini bis zem Iberdruss!», «Dr Himalaya foht scho z Basel aa!» und «dr Geischt vo Böckinghäm». Am Klavier begleitet ihn wie immer Bettina Urfer. Dazu kommen jeden Abend Vertreter der besten Schnitzelbangg-Formationen zum «Einsingen» für die Fasnacht 2004 vorbei. (Wie Basler Fasnacht Online erfahren hat, fehlen dieses Jahr allerdings alle Bänggler der Basler Schnitzelbangg Gsellschaft BSG.)
Ob die neunte auch die letzte Stubete sein wird? Vögelin liess die Frage offen und meinte abschliessend vieldeutig: «Beethoven hat auch nur neun Sinfonien geschrieben». War da nicht ein leiser Unterton von Resignation herauszuhören?



