Noch 365 Tage bis zum «Eidgenössischen»

29. Juni 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Über ein halbes Jahrhundert musste Basel, die Hochburg fasnächtlichen Pfeifens und Trommels warten, bis es endlich vom 29. Juni bis 2. Juli 2006 wieder die Teilnehmer des Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfestes in seinen Mauern begrüssen darf. Denn diese vom Schweizerischen Tambourenverband (STV) alle vier Jahre ausgerichteten und von den Teilverbänden organisierten Wettspiele fanden 1954 letztmals am Rheinknie statt. «Die Vergabe war ein hauchdünner Entscheid zwischen Basel und Saas Grund», erklärte STV-Präsident Markus Estermann an der heutigen Medienorientierung. Dabei steht das 24. «Eidgenössische» unter einem besonderen Stern. Denn im selben Jahr feiert der STV sein 100-Jahr-Jubiläum.

OK-Präsident Kurt Spörri gab einen kurzen Einblick in das Festprogramm. Die offizielle Eröffnung unter dem Patronat der Basler Regierung findet am Donnerstag im Rathaus statt. Am selben Tag beginnen die Wettkämpfe. Gegen 5000 Tambouren, Pfeifer (Basler Piccolo, Ahnenpfeifer) und Claironisten aus der ganzen Schweiz werden sich in den Kategorien Einzel-, Gruppen- und Gemischte Wettspiele messen. Am Samstag stehen die Marschkonkurrenz in der Freien Strasse und die Veteranenehrung in der Messe Basel auf dem Programm. Den gesellschaftlichen Höhepunkt bildet der Festakt am Sonntagvormittag auf dem Messeplatz. Dazu wird auch ein Bundesrat erwartet. Anschliessend formiert sich der grosse Festumzug, angeführt von der Polizeimusik Basel und den Ehrengästen. Der Vorbeimarsch der rund 120 Gruppierungen dauert etwa drei Stunden.

Neben den Wettspielvorträgen und den festlichen Akten findet vom Freitag bis Sonntagabend noch ein grosses Stadtfest statt. Der offizielle Festplatz ist auf dem Kasernenareal. Daneben wird die ganze Innerstadt vom Münsterplatz über Barfüsserplatz und Marktplatz, sowie den Rheinufern entlang zu einer einzigen Festhütte. Das Unterhaltungsprogramm steht unter dem Motto «Alles us eigenem Bode» und «Alles ums Pfyffe und Drummle». Neben diversen «Running-Shows» werden auch einige Überraschungen aus dem Ausland erwartet. Victor Müller-Oppliger von der Wettspielleitung erwartet etwa 200 bis 300 internationale Gäste in Basel. Am Samstag steigt auf dem Marktplatz eine grosse Mitternachtsshow. Und natürlich wird an solch einem Fest von den Aktiven jeden Abend ausgiebig gegässlet.

Für das Fest rekrutiert das OK derzeit 450 bis 500 freiwillige Helfer. Es müssen 3500 Zivilschutz-Unterkünfte bereitgestellt und am Fest 12 000 bis 13 000 Mahlzeiten ausgegeben werden. Bei einem Gesamtbudget von zirka 1,5 Millionen Franken kann ein solcher Anlass nicht ohne potentielle Sponsoren durchgeführt werden. Auch das Publikum wird sein Scherflein beitragen, indem es die Festplakette erwirbt. Verhandlungen, dass die Plakette als Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel gilt, sind im Gange.

Organisiert wird der Anlass von einem eigens zu diesem Zweck gebildeten Verein, in dem sich elf Basler Cliquen zusammengefunden haben. Es sind dies Alti Glaibasler, Alti Stainlemer, Breo, Hypokras, Junteressli, Letzitürmler, Naarebaschi, Rätz, Rootsheere, UFS (Union Folklorique Suisse) und VKB. Das Organisations-Komitee besteht aus OK-Präsident Kurt Spörri (UFS), Vizepräsident René Blatter (Alti Stainlemer), Rolf Born (Finanzen, Breo), Peter Dürr (Administration, Breo), Niggi Bücheler (Sponsoring, Breo), den Kommunikations- und Medienspezialisten Roger Thiriet und Dieter Wullschleger, Rolf Schlebach (Technik und Wettspiele), Victor Müller und Roger Zehringer (Wettspielleitung), Benni Steimer (Personal, UFS), Werner Madörin (Festablauf), Urs Bossert (Festbetrieb, VKB), Ruedi Bossert (Bau, VKB), Reto Forrer (Rechtskonsulent, Alti Stainlemer) – und seitens des STV Markus Estermann (Präsident) und Rolf Übersax. Ehrenpräsident ist Regierungsrat Jörg Schild.

Weitere Informationen:

Homepage Basel 2006

Homepage des STV.