Das Fasnachts-Comité orientierte heute über die Monstre-Trommelkonzerte 2006.«Das neue Drummeli bleibt das alte Drummeli», erklärte Obmann Felix Rudolf von Rohr einleitend. Hier bietet das Comité den Stammvereinen eine Plattform, um sich dem Publikum zu präsentieren und ihr musikalisches Können zu entfalten. «Es ist unvorstellbar, wieviel Arbeit hier ehrenamtlich geleistet wird», so Rudolf von Rohr.
Urs Weiss, Drummeli-Verantwortlicher beim Comité, gab einen kurzen Einblick ins diesjährige Programm. Wieder sind es 19 Stammvereine, welche am Drummeli teilnehmen: Barbara-Club 1902, Basler Bebbi Basel (BBB), Central Club Basel (CCB), Die Aagfrässene, Die versoffene Deecht (DVD), Dupf Club, Giftschnaigge, Lälli-Clique, Märtplatz Clique, Muggedätscher, Naarebaschi, Olympia, Opti-Mischte, Pfluderi Clique, Rätz-Clique, Rootsheere Clique, Seibi-Clique, Verschnuuffer und Wiehlmys. Dazu kommen die «Drummel- und Pfyfferschuel Alti Richtig (ARI)», die Guggemuusig «Gugge-Mysli» (sie feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum), der Comité-Bangg «Zahnstocher» und neun Rahmenspieler. Insgesamt wirken wieder rund 1300 Akteure mit. Für Bühnentechnik, Ton- und Lichtregie sind zudem rund 20 Personen im Einsatz.
Bei den Cliquenvorträgen stammen etwa die Hälfte aus dem klassischen Bereich. Doch auch einige Neukompositionen werden geboten. Prolog, Epilog und fünf «Rahmestiggli» greifen Themen wie den neuen Job von Jögge Schild, die amtliche Bussenverordnung, den Wegzug von Marcel Ospel, ein Plädoye von Guido Zäch und in einem Musikstück das aussterbende Basel auf. Es spielen Erika «Bötschli» Giger, Adelheid «Strouppi» Dörflinger, Silvia Adler, Cornelia Soliva, Walter «Wäppi» Aeppli, Daniel Schärli, René Quinche und Franz Baur. Wieder ins Team zurückgekehrt ist Jolanda Greber. Regie führen wieder Franz Lindauer, Doris Wacker und Jean Hoffmann, welcher für die musikalische Leitung verantwortlich ist. Lotti Köpf schneidert die Kostüme, Diana Fischer ist für die Maske verantwortlich. Die Requisiten werden vom Plakettenkünstler 06 Andreas Daniel Vetsch und Andres Linsin hergestellt.
Drei Jubilare werden dieses Jahr vom Comté geehrt. In der Vorstellung vom Freitag, 24. Februar sind dies «Gugge-Mysli» (50 Jahre) und «Lälli-Clique Alte Garde» (25 Jahre). Am Samstag, 25. Februar sind dann die «Revoluzer» (50 Jahre) an der Reihe.
Neu ist, dass es nur noch sieben statt bisher acht Rahmenstücke gibt. Auch wird nur noch ein Schnitzelbangg auftreten. Da das letztjährige Drummeli mit über drei Stunden eindeutig zu lang war wurde dieses Jahr ein «Rahme» und ein Bangg gestrichen. Wie im letzten Jahr werden die Billett-Preise differenziert erhoben. Billetts für die Abendvorstellungen vom 18. bis 23. Februar sind fünf Franken, jene vom 24. und 25. Februar zehn Franken teurer als die für Nachmittagsvorstellungen. Und erstmals wird der Rädäbäng bereits am Drummeli an einer Comité-Insel erhältlich sein.
Über das Offizielle Brysdrummle und -pfyffe 2006 orientierte OK-Obmann Markus Giavina. Organisiert wird die 128. Auflage von den Stammgesellschaften Rätz-Clique und Sans Gêne, unterstützt durch den Central Club Basel (CCB) und Die versoffene Deecht (DVD). 848 Teilnehmer (+ 84 gegenüber 2005) in 325 Einheiten (-19) haben sich für die Vorausscheidungen angemeldet. Bei den Jungen sind es 117 Einheiten (-22), davon 71 Einzelteilnehmer (-21) und 46 Gruppen (–1). Bei den Alten haben sich 208 Einheiten (+3) gemeldet, und zwar 141 Einzel (-12), und 67 Gruppen (+15).
Die Einzelausscheidungen finden am Donnerstag, 9. Februar im Hotel Rochat (Petersgraben 23) und im Kaisersaal (Spalenberg 12) wie folgt statt: Ab 18 Uhr Pfeifer Junge, anschliessend Pfeifer Alte. Ebenfalls ab 18 Uhr messen sich im Restaurant Schlüsselzunft (Freie Strasse 25) und im Restaurant Safran Zunft (Gerbergasse 11) die Tambouren der Jungen und anschliessend der Alten.
Die Gruppenausscheidungen finden am Freitag, 10. Februar statt. Im Hotel Rochat und im Kaisersaal treten die Pfeifer-Gruppen der Jungen um 18 Uhr, die der Alten gegen 21 Uhr an. Ebenfalls um 18 Uhr messen sich im Restaurant Schlüsselzunft und im Restaurant Safran Zunft die Tambouren-Gruppen der Jungen und gegen 21 Uhr jene der Alten. Die Gemischtkonkurrenzen finden ebenfalls am Freitag im Restaurant Safran Zunft statt. Die Jungen starten um 19.30 Uhr, die Alten gegen 22.45 Uhr.
Der Final findet am Samstag, 11. Februar, im Grossen Festsaal der Messe Basel statt. Ab 13 Uhr erküren die Jungen ihre Sieger in den Einzel- und Gruppenkonkurrenzen. Um 19 Uhr beginnt der Kampf um die begehrten Königskronen bei den Alten. Die Preise für die Konkurrentinnen und Konkurrenten sind vom Montag, 30. Januar bis Donnerstag, 9. Februar 2006 in der Manor AG, Greifengasse 22 ausgestellt.
Nach den zahlreichen Protesten von Teilnehmern und Eltern im letzten Jahr wurde den Siegern bei den jungen Pfeifern und Tambouren wieder das Recht eingeräumt, am Final der Alten zu deren Bedingungen (Pfeifer und Tambouren je fünf Märsche) teilzunehmen. Das Marschrepertoire wurde bei den Pfeifern und den Tambouren um je um drei Märsche erweitert. Die Pfeifer können aus 41 Märschen auswählen (neu Fischmärt, Fudiweggli und Synkopia), die Tambouren aus18 Märschen (neu Basel Nord, Grizzli und Sämmeli).
Basler Fasnacht Online wird wie gewohnt mit einem ausführlichen Ranglisten-Service vom Anlass berichten.



