Im März 2011 steht wieder ein besonderer musikalischer Leckerbissen auf dem Vorfasnachtsprogramm. Das Museumskonzärtli wird seit 1970 alle zwei Jahre in der Aula der Museen an der Augustinergasse 8 aufgeführt. Dabei werden die Darbietungen immer wieder in einen überraschenden, neuen Kontext gestellt. Diesmal wurde die Basler Prominenz eingeladen, sich Fasnachtsmärsche zu wünschen, oder auch Lieblingsmelodien, welche dann eigens für das Konzärtli arrangiert werden. Auf diese Weise gestalten beliebte und bekannte Baslerinnen und Basler das Konzärtli. Welcher Fasnachtsmarsch gefällt wohl Arthur Cohn? Welches ist die Lieblingsmelodie von Thorsten Fink? Die Prominenz verrät es am Konzärtli per Video. Die gewählten Märsche und Melodien werden von einer aus neun Pfeiferinnen und –pfeifern sowie zwei Tambouren bestehenden Topformation vorgetragen.
Auch in diesem Jahr unterstützt das Museumskonzärtlis mit dem Erlös die Gemeinschaft der Waurá-Indianer im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Die Waurá, einer der wenigen noch verbliebenen Indianer-Stämme in Südamerika, arbeiten an der Gründung eines Kulturzentrums, welches ihre Kultur vermitteln, auf ihre Situation aufmerksam machen und zur Kommerzialisierung ihrer Handwerksprodukte beitragen soll. Dazu wurde ein neuer Trägerverein Kamakuaká gegründet. 2011 wollen die Waurá in erster Linie eine Totenfeier und den damit verbundenen Ritualzyklus aus ihrer Perspektive mit Video dokumentieren. Der Ritualzyklus findet nur alle paar Jahre statt. Die Verwaltung der Gelder übernimmt einer der jungen politischen Führer der Waurá, als Schatzmeister des Vereins. Die Waurá berichten dem Museum der Kulturen regelmässig über den Einsatz der für sie zusammengetragenen Spenden.
Das Museumskonzärtli wird, wie immer, nur zweimal aufgeführt, und zwar am Montag und Mittwoch vor der Fasnacht, am 7. und 9. März 2011. Die Plätze in der Museumsaula sind beschränkt und deshalb sehr begehrt. Tickets werden an der Museumskasse an der Augustinergasse 2 ab Mittwoch, 15. Dezember 2010 jeweils von 10 bis 17 Uhr für je 25 Franken verkauft. Die Plätze sind nicht nummeriert. Telefonische Bestellungen können nicht entgegengenommen werden.



