„S Fasnachts-Motto und d Basler Fasnachtsblaggedde 2015 isch dusse.“
Pünktlich um 10 Uhr wurde die grosse Anzahl von Medienvertretern durch den Comité-Obmann Christoph Bürgin begrüsst. Er hat die Journalisten gelobt, dass diese trotz Parteiveranstaltungen die Prioritäten richtig gesetzt haben und dieser Medieninformation beiwohnen. Alsdann übergab er der Plakettenverantwortlichen des Fasnachts-Comités, Ruth Ludwig-Hagemann das Wort, welche den Plakettenkünstler 2015 den gespannt wartenden Anwesenden präsentierte.
Tarek Moussalli ist ein neuer Name in der Plakettenkünsterguilde. Der Sohn eines Syrers und einer Baslerin, welcher seit Kindesbeinen die Basler Fasnachtskultur lebt, in einem Stammverein trommelt und Laternenkünstler ist, hat den aktuellen Plaketten-Wettbewerb zum ersten Mal gewonnen und sein Werk anlässlich der Medieninformation und der anschliessenden Vernissage im Basler Volkshaus vorgestellt. Der gelernte Grafiker setzte sich gegen 14 Künstlerinnen und 48 Künstler durch, welche insgesamt 88 Entwürfe eingereicht haben.
Die Basler Fasnacht 2015 steht unter dem Motto „Mr basse in kai Schublaade“.
Tarek Moussalli stellt die Fasnacht in Form, eines Schubladenmöbels dar. Es könnte aber auch, rein von der Form her, der Roche-Turm sein. Diese Kommode ist der Rahmen für die Fasnächtler und erlaubt ihnen, ihre individuellen Ideen zu entwickeln, sich zu verwandeln und sich während drei Tagen von den Alltagszwängen zu befreien.
Die auf der Plaketten befindlichen traditionellen Fasnachtsfiguren, der Ueli, die Alti Dante, der Dummpeeter und der Waggis, stehen für Tradition und Vielfalt der Fasnacht. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte, ihre Bedeutung und ihren Charakter. Die Fasnächtler lassen sich in ihrer Individualität nicht in eine Schublade zwängen. Die vier Fasnachtsfiguren, schauen jeweils aus einer der vier Schubladen und halten sich an Buchstaben fest, welche das Wort Fasnacht ergeben. Die Goldene ist ummantelt von einem goldenen Baslerstab, während beim Bijou die Schubladen golden gehalten worden sind.
Blaggedde-Värs 2015
Von Alexander Sarasin
Ändlig haissts jetz rädäbäng
Die Schublääde sin vyl z äng.
Uuse sait die Alti Dante.
Spiilet joo nit die Scharmante.
Ueli, Waggis, gännd ain druff,
machet eiri Schnure uff!
Schrybet Zeedel fräch und spitz,
Schnitzelbängg mit Gaischt und Witz.
Lisischs, kasch nyt anders mache,
als au uff em WC z lache.
Was dur s Joor so schieff als goot,
saisch au em Regierigsroot
S het dr Wessels drum verzellt,
är haig Oorestöpsel bstellt.
Glygge, Gugge, Bänggler, Wääge,
alli dien die Fasnacht prääge,
dorum zaigt is die Blaggedde,
d Fasnacht het so vyl Facette.
Mainsch si basst no in d Schublaade,
noo bisch gaischtig arg verlaade.
Das Schublaademöbel doo
Duet am Rhy als Rochedurm stoo.
S dunggt is, ooni doo z benoote,
s isch d Blaggedde besser groote.
Kischtler isch dr Tarek Moussalli,
wo sich sait, i hoff, dass sie eich gfalli.
Die Schublaade gseesch perfäggt,
denn dr Müller het si präggt.
Bim Verkauf, i sags eich hit,
giltet aber s Motto nit.
Jetz muesch in d Schublaade basse:
Gang gschwind go d Blaggedde fasse!
Die Fasnachts-Plakette 2015 wurde wiederum von der Firma rené f.müller AG gefertigt und kostet unverändert:
| Kupfer | CHF | 8.00 |
| Silber | CHF | 16.00 |
| Gold | CHF | 45.00 |
| Bijou | CHF | 100.00 |
Sie kommt ab Samstag, 03. Januar 2015 in Verkauf und es versteht sich von selbst „me het e Blaggedde“



