Petrus hat knapp bestanden: Kurz vor dem Morgestraich gab es ein paar Tropfen, und als der erste Teil so gut wie vorbei war, kam es nochmals zu einem kurzen Guss. Ansonsten aber war es ein prächtiger Morgenstraich mit grossem Publikumsaufmarsch und farbenfroher Laternenpracht.
Zweifelnde Blicke gingen so zehn Minuten vor Lichterlöschen zum Himmel. „Der wird doch nicht etwa gerade jetzt?“, schienen die Mienen zu verheissen. Er, gemeint war Petrus, tat es nicht; die wenigen Tropfen waren nur ein kleiner, wenn auch schlechter Scherz. Es blieb trocken während der ersten Stunde der Fasnacht 2011 – und damit ist das Wichtigste schon erzählt.
Entsprechend gut gelaunt setzten sich die Cliquen und Gruppen um Punkt vier Uhr in Bewegung, das prächtige Durcheinander von Laternen, Pfeifern und Trommlern wogte durch die Strassen und Gassen. Und ein erster Blick auf die grossen Stamm-Laternen verhiess: Es wird eine bunte Fasnacht, aber nicht ohne düstere Untertöne, wobei dies vor allem für diejenigen Formationen zutrift, welche die Ölpest am Golf von Mexiko zum Sujet erkoren haben – und das sind nicht wenige.
Die relativ optimistischen Wetterprognosen zogen auch eine äusserst grosse Zuschauermasse in die Stadt, trotzdem blieb – dies ein klar subjektiver Eindruck – die ganz grosse „Druggedde“ an den meisten neuralgischen Punkten aus. Und als dann um halb sechs Uhr Petrus doch noch mal kurz den Drohfinger hob und einen kurzen Guss aus den Wolken liess, freuten sich wahrscheinlich die „Baizer“, da sich das Publikum rasch an die Wirtshaustische verzog. Die Aktiven hatten da ihre „Määlsubbe“ in den meisten Fällen schon gehabt.
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