Mimösli 2010: Das Stargast-Geheimnis ist Geschichte

8. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

Im Rahmen einer Medienorientierung über die Saison 2009/10 des Häbse-Theater Basel gewährte der Hausherr Hansjörg «Häbse» Hersberger auch einen winzig kleinen Einblick ins Mimösli 2010. Es steht unter dem Motto «unglaublig…».

Nun, unglaublich ist beispielsweise die Tatsache, dass die Stargäste fürs 2010 jetzt schon bekannt gegeben werden, nachdem deren Namen bisher alljährlich strengstens geheimgehalten wurden. Es sind dies Andreas Vollenweider (Harfe) und George Gruntz (Arrangeur und Pianist), also ein musikalisches Duo, das einiges verspricht.
«Andreas Vollenweider habe ich schon vor fünf Jahren erstmals kontaktiert», erklärte Hersberger. «Meine Idee war es, durch eine Kombination von Instrumenten, wie es sie bisher noch nie gab, für die Region Basel etwas Besonderes auf die Bühne zu stellen.» Auch die Basler Fasnachtsmusik müsste bei der Nummer eine Rolle spielen, so Hersberger. Vollenweider aber lehnte vorerst einmal ab. Da brachte Hersberger George Gruntz ins Spiel – notabene ein Freund des weltberühmten Harfen-Virtuosen.

«Mir ist es einst genau so ergangen wie ihm, als ich für die Aufführung 2004 angefragt wurde, im Mimösli mitzumachen» erzählte Gruntz. Er fragte sich damals auch: «Was soll ich da machen?» Nun hat es dank der Fürsprache von Gruntz auch mit Vollenweider geklappt – das Publikum darf auf die beiden musikalischen Koryphäen gespannt sein.

Wer sind die beiden Stargäste?

Andreas Vollenweider entdeckte 1975 als Multi-Instrumentalist die Harfe. Auf ihr entwickelte der 56-jährige Zürcher eine eigene Spieltechnik und modifizierte das Instrument, so die Online-Enzyklopädie Wikipedia. So entstand die elektro-akustische Harfe. Heute ist Vollenweider Musiker, Komponist, Produzent und Arrangeur. Mit seiner modifizierten Pedalharfe und einer innovativen Instrumentation hat er eine eigene und unverwechselbare Musikrichtung geschaffen. Er produzierte 17 Studioalben und zwei Live-Alben. Vollenweider sagt von sich, er sei ein ernster Mensch, für den aber der Humor trotzdem wichtig sei.

George Gruntz, heute Jazz-Pianist, Arrangeur und Bandleader, wurde 1958 international bekannt als Mitglied der Newport International Band am Newport Jazz Festival, wo der Basler auch mit Louis Armstrong spielte. 2002 erschien im Corvus Verlag, Berneck seine Autobiographie «George Gruntz: Als weißer Neger geboren. Ein Leben für den Jazz». Im Bericht über das Mimösli 2004 schrieb Basler Fasnacht Online über den heute 77-Jährigen: «Basels Jazz-Papst himself, George Gruntz, betrat die Bühne, umgeben mit den beiden Piccolo-Virtuosen Thomas Heid und Thomas Weber, weiterer Flötenverstärkung von den «Hofnaare», mit der Tambourengruppe «Octopus» – und nicht nur das: Aus sechs Mardi Gras-Bands in New Orleans wurden die besten Vertreter ausgesucht und unter dem Namen „Ambassadors of New Orleans“ nach Basel geschickt». Gruntz komponierte die vier Fasnachtsmärsche «Fudi Weggli», «Nunnefirzli», «Ohremyggeli» und «Spaledoor».

Am Mimösli 2010 wirken neben dem Ensemble des Häbse-Theater, die Pfeifergruppe «Hofnaare» mit Heinz Wirz am Piano, die Tambourengruppe «stickStoff», die Schnitzelbängg «s’Bangg Ghaimnis» und «d’Joggeli», sowie die Guggenmusiken «Grunz Gaischter» und «Märtfraueli» mit.

Weitere Informationen folgen im Dezember 2009.