Der bekannte Schnitzelbänggler und Komödiant Max „Megge“ Buser ist gestern gestorben. Mit Figuren wie dem „Stachelbeeri“ und „Frau Aenishänsli“ wird er den Baslerinnen und Baslern auf immer in Erinnerung bleiben.
Er sei gestern „von seinen Altersbeschwerden erlöst worden“ schreibt die Familie des Verstorbenen in der Todesanzeige. In gut zehn Tagen wäre „Megge“ 89 Jahre alt geworden. Mehr als dreissig Jahre hat er das Publikum auf den Kleinkunst-Bühnen der Stadt und vor allem auch als bekannter Schnitzelbänggler mit betont trockenen Pointen erfreut.
Dazu schrieb er diverse Nummern für die Vorfasnachtsveranstaltungen Charivari und Drummeli. Unvergessen sein legendäres –„Graabe-Lied“ mit der Refrain-Zeile Z Basel dien si Grääbe grabe aus dem Charivari-Jahrgang 1982. Staubtrocken waren seine mit der „Quätschkommoode“ begleiteten Vierzeiler als „Stachelbeeri“:
«Aimol im Joor gang ych ganz stolz,
mit minere Frau uff’s Bruederholz,
in die saudier Beiz Guide Michelin,
und bschtell e Cervelat mit Pain!».
Fast schon prophetisch erscheint aus heutiger Sicht sein Text zum von ihm verfassten Buch „Megge Buser“ aus dem Jahr 2006 mit Erinnerungen aus seinem Schaffen:
Liebs Publikum
Eire Byfall het mir sehr viel gäh –
Doch laider heissts jetz Abschid näh.
I hoff, es duet mer mit däm Biechli glinge,
Eich noonemool in Stimmig z bringe.
D «Frau Aenishänsli» die Gugummere
het my inspiriert fyr myni Nummere
und im «Stachelbeeri» schuld i Dangg
fir my Erfolg als Schnitzelbangg!
S wänn Baidi jetz kai Bihniluft meh schmegge
Drum: Aadie zämme, Eire Megge



