Traditionell findet am Sonntag vor Morgenstreich die Matinee der Bebbi Bängg im Theater Arlecchino beim St. Jakob statt. Heuer war die Vorstellung vollkommen ausverkauft und die Gäste durften Schnitzelbängg in Hochform beklatschen.
Hoch erfreut zeigte sich Bebbi Bängg Obmann Simon „Muri“ Maurer bei der persönlichen Begrüssung vor dem Theater Arlecchino. Fast euphorisch berichtet er, dass die Matinee nun endlich wieder Vorpandemie-Niveau hat und die Billiet reisenden Absatz fanden. Über 170 Personen meldeten sich an und so Sangen die Bängg im Parterre und im eigentlichen Theatersaal. Genauso glücklich strahlte Arlecchino-Direktor Peter Keller ob des vollen Hauses. Es sei beiden gegönnt.
Gewohnt angenehm, schon fast in familiärem Ambiente richteten sich die Gäste bei Kaffee und Gipfeli oder bereits bei einem Glas Weisswein und Kääskiechli an ihren ergatterten Plätzen ein und harrten gespannt auf die Begrüssungsworten von Simon „Muri“ Maurer, der einige Minuten verspätet die Matinee eröffnet. Er verkündete, dass der langjährige Bebbi Bangg, Bangg Rott, seine Drohung wahr gemacht hat und in den verdienten Ruhestand getreten ist. Zudem pausieren d Styyrverwaltigg.
8 Bebbi Bängg geben sich demnach an der Basler Fasnacht 2024 die Ehre und sie alle traten auch am Matinee auf. Den Anfang machten die 4 Ueli der Schlyychwärbig. Gewohnt sattelfest sorgten sie für einen gelungenen Einstieg in diese Veranstaltung und belustigen mit ihren Helgen, welche man genau betrachten sollte.
Als Papa mit seinen beiden Söhnen sind PereFyss seit 15 Jahren unterwegs und überzeugen mit der kleinen Handharmonika und gekonntem Dreiklang die Gäste. Ein toller Auftritt und hoffentlich Garant für 15 weitere erfolgreiche Jahre als Familienbande.
Bereits seit 42 aufeinanderfolgende Jahre (Corona-Jahre ausgenommen) sind Dipflischysser zusammen auf der Route. Der nunmehr älteste Bangg in Basel hat nichts an Kreativität und Pointiertheit verloren. Es sind wirklich die Altmeister und es macht einfach Spass ihnen zuzuhören.
D Wyybuure, ebenfalls ein sicherer Wert und mit ihrem Wechselspiel im Wortgefecht unnachahmlich. Ihr Auftitt gipfelt im Monstervers über das Beizensterben. Einfach köstlich.
Ganz neu präsentieren sich an der Fasnacht 24 bei den Bebbi Bängg tAggivischte. Ein prima Konzept und die Stimmen sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Es ist jedoch etwas anstrengend dem Gesang zu folgen und alles zu verstehen. Sie dürften es in einem etwas lebhaften Fasnachtskeller schwierig haben sich Gehör zu verschaffen.
Genauso melodiös und sogar vierstimmig treten nonnkonform als unbekümmerte Online-Nonnen mit Emojis umsichwerfend auf. Vor allem in musikalischer Hinsicht ein Hochgenuss.
Aus der Fasnachtsfreien Zone in Münchenstein gelangte die Familie M. Steiner ins Arlecchino und belustigten die Besucher/Innen mit ihren Versen ohne dass Mami Steiner ihren Basler Witz zu Ende erzählen durfte…. oder doch? Bier, Whiskey oder e Gschpritzte braucht man nicht um sich diesen Schnitzelbangg schön zu trinken!
Die Jubilarin mit 20 Jahren in der Bängglerszene humpelt s Rollaator Röösli durch die Fasnacht und bildet den Abschluss dieses wiederum gelungenen Matinee. Sie überzeugt erneut durch treffende Pointen und selbstironischen Blödeleien. Ruedi Stamm steht ihr, wie immer, mit Wort und Tat zur Seite. Grossartig und Happy Birthday Röösli.
Es gibt Schnitzelbängg, welche einfach nicht gut sind und solche die es auch niemals werden. Die Bebbi Bängg vereinigen gute Bängg! Sie sind einmal etwas besser und einmal etwas weniger gut, aber immer gut. Es ist stets eine Freude ihnen zu lauschen und das Einvernehmen unter den Prodakonisten ist freundschaftlich und herzlich. Dies schwappt auf die Gäste am traditionellen Matinee über und macht es zu einem Happening.
Danke für die neuerliche Einladung und eine schöne Fasnacht mit vielen Lachern.



