Mäntigs-Cortège: Summer-Fasnacht im Merze

15. März 2011 | Von | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Zuschauer im T-Shirt, Aktive schwitzend im „Goschtym“ – der Fasnachts-Montag präsentierte sich mehr als sommerlich. Nachfolgend eine – natürlich völlig subjektive – Wahrnehmung des Cortège am Montag mit einer – ebenso subjektiven – „Zeedel-Lääsede“.

Imponiert haben die Verschnuuffer mit einer tollen Laterne – vorne Luzifer und hinten Gartenzwerg und dem Sujet „Wenigschtens ain isch Fyyr und Flamme“. Es ging natürlich um den Feuerteufel in Riehen, dazu auf dem Zeedel à la Mani Matter:

I han es Zündhölzli azündt und das het e Flamme gäh
und y ha für s Gartehyysli welle Füür vom Hölzli näh

Mit etwas, was die meisten gerne verbrennen würden, beschäftigt sich das Duo der Alten Garden von Deecht und Wiehlmys unter dem Sujet „Hösch, hesch e Babyr?“

Hitt han y d Styyrergläärig griegt
e Babyr uff däm e mängge liegt!

Der Papst wurde am Cortège nicht gesehen – vielleicht gut, denn den Tambourmajor der Ewige Optimischte hätte er wohl gleich nach Rom mitgenommen, so schön sah der Bischof aus. Das Sujet hier: „E neye Koch fir Papa Ratzi“ – und dazu aus dem Zeedel der Vorschlag, -minu als neuen Vatikan-Koch zu verpflichten:

E andre hätte mir vo Basel
telegen syy Kuchi-Gfasel
Figürlich isch är nit der Hit
sympatisch aber und no fit

Die glayne Optimischte sind sogar mit Dudelsack unterwegs, nerven sich aber über den letztjährigen Morgestraich am Tattoo:

Die Fasnacht, die isch gschtoole
drzue dr Morgestraich
Mir Glayne Optimischte finde das ganz biirewaich

Mit der neuen Brüderschaft zwischen Basel und Shanghai beschäftigen sich d Gniesser, die aber nicht an Nachhaltigkeit glauben:

Doch kuum sin d Gescht furt, verschwindet au s Grinse
vo de Chineese und d Toleranz goot in d Binse

Als sensationellen optischen Eindruck hat man schliesslich den Spale-Stammverein wahrgenommen, der beklagt „Schweizer Jugend säuft“, als Totenkopf-Gestalten daherkommt und resigniert reimt:

Der IQ isch bedängglig ranzig
äär liggt im Schnitt no gnabb bi zwanzig

Zum Schluss noch ein – leider – Dauerthema: Die Partnerschaft zwischen den beiden Basel. Die Alte Garde der Basler Rolli meint „Zämme fäggts – (nit allewyl“ und reimt dazu:

Mer sinn is allwääg alli ainig
mit däären Ystellig wirds stainig
ändlig e Kantons Basel z schaffe
wo d Räscht-Schwyzer nydig gaffe

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