König Caviezels dritter Streich

16. Februar 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

Mitternacht war vorbei, als im Grossen Festsaal der Messe Basel die Gewinner des Offiziellen Preistrommelns und -pfeifens 2003 ausgerufen werden konnten. Pascal Caviezel vom Barbara-Club 1902 mit dem «Ueli» bei den Tambouren, und Cathrin Cattelan von den Naarebaschi mit den «Veegel» bei den Pfeifern sind das neue Königspaar.

Beide sind schon gewohnt, die Königskrone zu tragen. Caviezel schaffte bei den «Alten» das, was man im Fussball einen «Hattrick» nennt, nämlich das dritte Mal in ununterbrochener Folge zu gewinnen. Für Cattelan ist es nach 1997, 1999 und 2000 sogar bereits der vierte Titel bei den «Alten». Ihr war es 1997 überdies gelungen, nach dem Sieg bei den «Jungen» auch noch bei den «Alten» zu reüssieren. Das Königspaar hat also ein Palmarès aufzuweisen, welches wirklich «königlich» ist.

Auf den folgenden Plätzen findet man viele bekannte Namen. Bei den Tambouren ertrommelte sich der König von 1997 und 1999, Alain Martin (Plauschbrieder) mit dem «General Guisan» die Silbermedaille. Kupfer ging an Andreas Kurz (VKB), welcher den «Pumperniggel» zog. Der Sieger bei den «Jungen», Pascal Labhardt (Seibi) belegte im Abend-Final Rang 16. Die Plätze zwei und drei bei den Pfeifern gingen ebenfalls an die Naarebaschi. Die entthronte Königin Nicole Stohler mit dem «Altfrangg» und René Stauffenegger mit dem «Dritt Värs» machten deren Triumph perfekt.

Erstaunlicherweise tauchte Dieter Cattelan (VKB) in der Rangliste auf. Der ehemalige Jury-Chef und Vater der Königin hatte den Startplatz zum runden Geburtstag geschenkt bekommen, und war selbst überrascht, überhaupt den Final erreicht zu haben. Am Schluss schaute mit dem «Festspiel» ein beachtlicher 12. Rang heraus. Damit lag er zwei Plätze hinter Stefanie Bossard (Basler Rolli), welche in der Kategorie «Junge» gewonnen hatte.

An der Vormachtstellung der Naarebaschi konnte auch am diesjährigen Offiziellen nicht gerüttelt werden. Mit vier ersten und je einem zweiten und dritten Platz bei den «Alten», sowie den Rängen 1, 2 und 3 bei den «Jungen» legten sie die Messlatte für die Konkurrenz unerreichbar hoch.

Wenn man dem Programmheft glauben darf, so fand das Offizielle Preistrommeln und -pfeifen dieses Jahr zum 125. Mal statt. In den Jahren 1910-1940 gab es viele grosse Festsäle, in welchen neben Maskenbällen auch das Preistrommeln und -pfeifen stattfand. Auf diese Zeit bezog sich das Bühnenbild. In der Mitte des Comité-Gässlis war der gläserne Eingang, darüber hing ein roter Theatervorhang. So wurden die Zuhörer durch keinerlei Schnickschnack von den Vorträgen abgelenkt. Die Auslosung der zu spielenden Märsche fand ausserhalb der Bühne statt. Dabei hatten die Tambouren nicht immer eine glückliche Hand, denn in der Einzelkonkurrenz wurde der «Pumperniggel» von 17 Teilnehmern nicht weniger als sechs Mal gezogen, und bei den acht Gruppen waren die «Celanesen» gleich vier Mal zu hören.

Organisiert wurde das Offizielle von den Spezi und den Pfluderi. Sie wurden unterstützt von den Basler Rolli und den Giftschnaigge, die im nächsten Jahr die Federführung haben werden.

OK-Obmann Rolf Triulzi durfte mit seinen über 200 Helfern zufrieden sein. Am Finaltag wurde der Zeitplan fast minutiös eingehalten. Lediglich gegen Schluss geriet er etwas ins Wanken, so dass die Rangverkündung statt wie vorgesehen um 0.15 Uhr erst 29 Minuten später vorgenommen werden konnte. Auch eine nicht voraussehbare Situation wurde elegant gemeistert. Bei den «Jungen Gemischten Gruppen» landeten zwei Formationen ex aequo auf dem fünften Platz. Somit musste einer davon die Becher «6. Rang» überreicht werden. Diese konnten sie zurückgeben; sie erhalten später neue mit der richtigen Inschrift. Originell war die Idee, zum zweiten Teil der Konkurrenz das Publikum durch eine Gugge in den Saal zurückrufen zu lassen. Die «Grunz-Gaischter» erledigten die Aufgabe mit Bravour.

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