KOMMENTARE ZUR FASNACHT 2004

4. März 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

DR PIERROT
freut sich über einen Entscheid des Comités

Vor allem die Aktiven wissen manchmal Schauermärchen über Staus im Cortège zu berichten. Kein Märchen ist aber, dass am Montag viele Schaulustige, die am Steinenberg den Cortège verfolgt hatten, um 16 Uhr den Weg nach Hause antraten. Sie dachten nämlich, der Cortège sei zu Ende. Auf beiden Routen herrschte zu diesem Zeitpunkt gähnende Leere. So ist es nur zu begrüssen, dass das Comité dieses Jahr durch Zweierequipen an elf Standorten Staus und Lücken quantitativ und qualitativ erfassen liess: Auf Besserung darf gehofft werden.

ALTI DANTE
hält ein schönes Plädoyer für die Kinder

Die Kinderfasnacht ist für die Kinder da. Schön, dass es Cliquen und Guggen gibt, die mit ihrem Nachwuchs durch die Stadt ziehen. Auch wenn die Nachzügler manchmal ein wenig aus dem strammen Schritt kommen beim Süssigkeiten und Räpppli verteilen. Weniger schön ist es, wenn von hinten dann «grosse Alte» fast auf die Kleinen auffahren und sie ungeduldig von der Route zu drängen versuchen. Unschön ist es auch, wenn ab den sorgfältig mit allem Waggis-Zubehör beladenen Einkauswägeli ganze Säcke voll Räppli gestohlen werden.

DR UELI
sah einen geungenen Fasnachtsgag

Was im Vorfeld die halbe Stadt beschäftigt hat, wurde am Dienstag zu einem richtigen Happening: Die von Top Secret an die Fasnacht eingeladenen Araber waren los – und wie! An die 80 beturbante Männer erschienen am Morgen mit Rauch und Getöse im Rathaus, wo sie vom «biggest fool» Felix Rudolf von Rohr und vom «Minister of health and drugs» Carlo Conti empfangen wurden. Die zwei flochten in ihren witzigen Reden immer mal wieder baseldeutsche Sätze ein, in der Meinung, das die Gäste aus dem Oman dies wohl besser verstehen würden…

DR WAGGIS
wünscht sich weniger Prozente auf den Wagen

Als Ausländer – he jo, ich stamme ja aus dem Elsass – freue ich mich natürlich, dass die Kiebitze am Strassenrand aus aller Herren Länder stammen Das macht meinen Kollegen auf ihren Wagen das Intrigieren natürlich nicht einfach. Vielleicht konzentrieren sie sich darum aufs Verteilen von Bhaltis. Mimosensträusse, Rosen, Plüschbärchen, Orangen, Dääfi, Schlüsselanhänger – die kleinen und grossen Empfänger freuts. Mich folgendes aber weniger: Baselbieter Kirsch, Vielle Pomme, Williams und Sahnelikör – sie zu verteilen ist wahrlich eine Schnapsidee!

DR HARLEKIN
gratuliert den «Alte Stainlemer» zu ihrem Zug.

Die «Draumhochzyt» – Ariel Scharon als Bräutigam, Yassir Arafat als Braut – der Alte Stainlemer im letzten Jahr entwickelte sich bald zum Alptraum. Die traditionsreiche Clique sah sich – zu Recht – mit Antirassismus-Vorwürfen konfroniert. Ein mit dem Comité abgesprochener erheblicher Subventionsabzug war die Folge. Jetzt erst recht!, scheint sich die Clique gesagt zu haben und präsentierte dieses Jahr mit «Kusch oder päng! Schaffe bis in Dood» ein aufsehenerregendes, sensationell gut umgesetztes Sujet. Ich ziehe wie das Comité den Hut…