Wie schon in den letzten beiden Jahren erzählt das Kinder-Charivari 2009 eine Geschichte, in welcher die Fasnacht in Gefahr gerät und gar auszufallen droht. Nach «Hanna und dr dumpfi Fluech» (2007) und «D’ Villa Fasnacht» (2008) handelt das neue Stück von einem Jungen, welcher aus Brasilien kommt um die Fasnacht selber kennen zu lernen. Das Fasnachtstheaterstück heisst «Dr Baschi uss Brasilie».
Baschi ist ungefähr eine Woche vor der Fasnacht am Morgen vom fernen Brasilien in Basel angekommen. Über ihn erzählt Frau Fasnacht am frühen Abend zu Beginn des Stückes: «Ah jo, d Gschicht. D’Gschicht vo däm Bueb. Dä Bueb isch dr Baschi. Är kunnt vo ganz wyt här. Us Brasilie, das isch in Südamerika. Dört wohnt är sunscht. Aber jetzt isch är grad bi sim Götti Hanspi Schlegeli z’Bsuech. Dr Hanspi isch nämlig dr bescht Fründ vom Baschi sim Babbe, em Röbbi. Und will dr Röbbi in Brasilie muess schaffe, läbt dr Baschi dört. Aber jetzt isch är do bim Hanspi, dä soll em nämlig zeige, was d’Fasnacht genau isch.»
Aber wie so oft im Leben geht es so einfach nicht weiter. Baschi soll wohl von seinem Götti in die Fasnacht eingeführt werden. Doch erlebt er auf dem Weg dazu allerlei Neues, Ungewohntes und natürlich auch Gefährliches. Baschi hat den Wunsch, an der Fasnacht als Tambour mitzumachen, obwohl er noch nie getrommelt hat. Seine Freundin Isa nimmt ihn mit in einen Cliquenkeller. Als sie dort sind wird bei einem Überfall jener Stock gestohlen, ohne welchen die Fasnacht nicht stattfinden kann. Ob nun Baschi mit der Hilfe von Isa und den Kindern aus den Cliquen und Guggen doch noch die Fasnacht retten kann? Das erfährt nur, wer sich das Stück selber anschaut.
Ausgedacht haben sich die Geschichte Christoph Knöll und Rebekka Scartazzini. Sie hat auch das Textbuch verfasst. Vorgestellt wurde das Stück gestern im Cliquenkeller der Fasnachtsgesellschaft «Die Antygge» durch Obmann Bernhard Stutz. «Erstmals haben wir acht Kinder, welche als Sprechschauspieler mitmachen», erzählte Stutz. Das erfordert einen gewissen Mehraufwand bei den Proben. «Wenn in einer Tambourengruppe ein, zwei Mitglieder fehlen macht das nichts. Bei den Schauspielern ist das viel gravierender», so Stutz. Die mitwirkende Junge Garde setzt sich aus Vertretern von vier Cliquen zusammen: «AGB Setzlig», «Basler Bebbi», «Märtplatz» und «Schnurebegge». Zu ihnen gesellen sich die «Guggemuusig Barbarossa Binggis», sowie die Sängerinnen Alexandra Meier und Flurina Buser. Im Stück hat es viele dynamische Sequenzen, so auch eine Schlägerei. Hier wurde darauf geachtet, dass die Sache eher eine lustige Turnnummer ist. Dies mit Rücksicht auf die Kleinsten im Parkett. Die Kinder sitzen auf Kissen vor der Bühne, so dass sie freie Sicht haben, die Erwachsenen dahinter auf Stühlen.



