Nachdem Mitte letzten Jahres Tobit Schäfer als Obmann des Kinder-Charivari zurückgetreten war, musste eine neue Leitung gesucht werden. Gefunden wurde ein Triumvirat. Obmann Bernhard Stutz übernimmt die Gesamtleitung und das Sponsoring, Amadis Dunkel die Produktionsleitung und Sandra Schwarz das Ressort Finanzen und Administration. Anfang August nahmen sie ihre Arbeit auf. Im Cliquenkeller der Fasnachtsgesellschaft «Die Antygge» stelte das Team heute den Medien die Geschichte «D’Villa Fasnacht» vor, die das 33. Kinder-Charivari im Januar spielen wird.
Es beginnt in der Villa Fasnacht. Frau Fasnacht kommt aus den Ferien nach Hause. Sie denkt an die Fasnacht, wie sie einmal war und fühlt sich müde. Es langweilt sie, schon wieder eine nächste Fasnacht abhalten zu müssen. Im «Fasnachtsbüro» hat sie einige Helfer. Dagobert ist ihr Buttler. Er schaut immer nach dem Rechten, ist aber eigentlich faul und hinterhältig. Die Sekretärin Marlis ist seine Schreibkraft. Dann ist da noch Trudi, die Nichte der Frau Fasnacht. Da sie keine Lehrstelle gefunden hat, «dient» sie seit Jahren bei Betty Fasnacht. Sie lebt im Keller, wo sie heizen muss und von Dagobert mittels Sprachrohr herumkommandiert wird. Doch Trudi hat einen Traum: Sie möchte einmal den Lichtschalter der ganzen Stadt am Morgestraich kippen.
Frau Fasnacht beschliesst, dass es im nächsten Jahr keine Fasnacht geben wird. Sie hat keine Lust mehr. Einerseits gibt es keinen richtigen Winter mehr, der ausgetrieben sein will – anderseits hat sie den Eindruck, dass die Kinder vor allem an die EURO 08 denken. Sie weist also Dagobert an, einen Flyer an alle Kinder der Stadt zu verfassen, um sie über ihre Entscheidung zu informieren. Dagobert diktiert Marlies den Text und bestimmt Trudi, diese Flugblätter in der Stadt zu verteilen. Dagobert führt aber etwas ganz anderes im Schilde – noch ist aber nicht klar was.
Was hat Dagobert tatsächlich vor? Können die Kinder der Stadt Basel Frau Fasnacht erreichen und sie auf eine originelle Art und Weise doch noch umstimmen? Das wird natürlich noch nicht verraten. «Jedenfalls ist es ein Stück von Kindern für Kinder», ist Dunkel überzeugt. «Und es ist eine einfache Geschichte. Auf zu viel Technik wurde verzichtet», ergänzt Stutz. Als Schauspieler wirken mit: Silvio Fumagalli (Dagobert), Reinhard Stehle (Frau Fasnacht), Yves Geng (Florian), Katharina Stutz (Trudy), Steffi Kuster (Marlies) und Lara Schenk (Sarah). Als Gruppen treten die Guggemuusig Barbarossa Binggis, die Jungi Garde der Spezi Clique 1905, sowie Tanzwerk, eine Schule für Steptanz, und der Chor der Sekundarschule Binningen auf. Den Text verfassten Rebecca Scartazzini und Christoph Knöll, Regie führt Barbara Schwager. Das Bühnenbild stammt wieder von Christoph Knöll, die musikalische Leitung übernimmt Amadis Dunkel.
«Es gibt drei Gründe, warum man das Kinder-Charivari besuchen soll», erklärte Stutz: Es erwecke Vorfreude auf die Fasnacht, es mache Werbung für die Fasnacht, und, was besonders wichtig sei, es gäbe über 100 Kindern eine sinnvolle Beschäftigung. Das Budget beträgt 50’000 Franken. Rund die Hälfte davon wird durch die Tickets gedeckt. Der Rest muss durch Sponsoren wie die Christoph Merian Stiftung und das Migros Kulturprozent gedeckt werden.



