Kinder-Charivari 2000: «Haasnacht» eröffnet den Vorfasnachts-Reigen

22. Januar 2000 | Von | Kategorie: Nachrichten

Mit der Premiere von «Haasnacht» im Foyer der Theater Basel wurde am 22. Januar der Reigen Basler Vorfasnacht eröffnet. Haasnacht ist die Fortsetzung einer Geschichte, welche vor zwei Jahren im Kinder-Charivari begann. Der Lausbub Samuel und sein Freund Löffel erlebten darin tolle Abenteuer rund um die Fasnacht. Diesmal gesellt sich Egon, ein Cousin von Löffel, zu ihnen. Sie wollen ergründen, was die Basler Fasnacht ist.

Gleich wie sein grosser Bruder, das Glaibasler Charivari, feiert auch das Kinder-Charivari dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Und dazu liessen sich Obmann Dieter F. Wullschleger und Regisseur Tino Krattiger etwas besonderes einfallen: Es wurde, wie drei blinde Örgelimänner zu Beginn sangen, «das Lied vom Zauberland».

So viel sei von der Geschichte verraten: Samuel (Samuel Pivot) und Löffel (Silvia Wessang) ist es langweilig. Da bekommt Löffel unerwarteten Besuch von ihrem Cousin Egon Hasenfuss (Reinhard Stehle). Er, ein toller Freak der Fasnacht, mit blauen Ohren und roter Bollennase, erzählt Samuel von der Haasnacht: Einmal im Jahr treffen sich alle Hasen der Welt, um in einer «Streetparade» Hasenfasnacht zu feiern. Da hat Samuel eine Idee: Warum soll das nicht auch mit allen Kindern dieser Welt möglich sein? Dazu müssten sie natürlich schriftlich nach Basel eingeladen werden. Doch wer kann schon in so vielen Sprachen schreiben? Hier hilft die Klasse 2b des Bläsischulhauses.

So entstehen Briefe in Türkisch, Albanisch,Tamilisch, Bosnisch (in kyrillischer und lateinischer Schrift), Deutsch und Spanisch. Als Egon aber das Geld für die Briefmarken verliert, scheint der Traum vorbei. Doch wie es sich für ein Märchen gehört, gibt es am Schluss doch noch ein «Happy End».

Dem Trio Samuel, Löffel und Egon helfen noch drei blinde Örgelimänner (Comité-Bangg d Gluggersegg), der Laternenmaler Duri Bänz (Reinhard Stehle), zwei Feuerwehrmänner (Florens Meury und Alex Weber, bekannt als «Flex»), den begeistert mitgehenden Kindern zu erklären: «Die Basler Fasnacht hat strenge Regeln. Das nennt man Tradition. Sie ist überhaupt nicht lustig, sondern sehr ernst.»

Davon war aber am Schluss zum Glück nichts zu merken, als die Guggemuusig Schänzli-Fäger losschränzte. Alle Mitwirkenden und viele begeisterte Kinder zogen in einem riesigen Umzug winkend und lachend durchs Theater. Dieser war gleichzeitig als Hauptprobe gedacht, denn am Ausgang erhielten alle Kinder neben einer roten Pappnase eine Einladung zum grossen Umzug mit den Schänzli-Fägern und der «Junge Rätz-Clique». Alle sind eingeladen, ob kostümiert, geschminkt oder nicht, ob mit oder ohne Lärm- oder anderem Instrument – erlaubt ist, was Spass macht. Der Kinder-Haasnachts-Fasnachts-Umzug findet am Fasnachts-Zyschtig (14. März) statt, Treffpunkt Claramatte um 13.30 Uhr.