Ein Rundgang durch die teilnehmenden Lokale ergab schnell ein Bild der Zufriedenheit, auch wenn so gegen Mitternacht nicht alle Plätze besetzt waren. Dies vor allem in den auf einer Achse – der Clarastrasse – liegenden Kellern der «Claraschnooge», «Gladdi-Addore», «Original-Chnulleri» und «Ohregribler». Etwas abseits dieser Miniroute lag der Keller der «Räpplischpalter» an der Drahtzugstrasse. Es zeigte sich aber, dass die Gäste die Möglichkeit zur «Keller-Tournee» nutzten und es so regelrechte Wellenbewegungen gab. War ein Keller eben noch knapp halbvoll, so platzte er eine Viertelstunde fast aus den Nähten.
Unser kleiner «Kontrollgang» startete bei den «Claraschnooge», wo sich locker ein Platz fand, was Kellerwirtin Manuela aber in keinster Weise beunruhigte. Man habe schon einige «Stosszeiten» erlebt, und es würde auch schnell wieder hektischer werden. Besonders auf die Zeit nach 2 Uhr, wenn die Keeruus-Veranstaltung im «Volkshaus» endet, setzte man grosse Hoffnungen. Zu Recht, wie sich zu einem späteren Zeitpunkt erwies.
Kein Reinkommen war danach bei den «Ohregribler» möglich, da die «Gugge-Zwärgli» gerade beim Konzertieren waren. Die Stimmung war aber nicht zuletzt deswegen auf dem Höhepunkt. Einige, die bereits auf der zweiten «Runde» waren und erneut auf Einlass warteten, war zu entlocken, dass auch ohne Guggen-Besuch originelle Musik bei den «Ohregribler» angesagt war. Eine Handorgel-Gruppe spielte nicht etwa Ländler, sondern so ziemlich alles zwischen Beatles und Pink Floyd.
Ebenfalls Live-Musik – aber eher von der konventionelleren Hammond-Richtung her – gab es bei den «Gladdi-Addore», wo bei unserem Besuch anscheinenmd gerade einer der charakteristischen «Schichtwechsel» war. Ein Platz war schnell gefunden, und der «Waggis» (Weisswein mit Schweppes) zu loben. Um es ja nicht zu vergessen: Dasselbe Loblied gilt es dem «Biirebäumli» (Williams-Cola, auf Wunsch auch in der Light-Version) bei den «Claraschnooge» zu zollen.
Gemütlich, aber mit viel Volk, ging es im Keller der «Orginal Chnulleri» zu. Guggensprecher Ralph «Sämi» Samhofer verwies darauf, dass es für sie auch keine Neuheit sei, den Keller am Samstag nach der Fasnacht offen zu haben, da die «Original-Chnulleri» jeweils am «Schlussoobe» der Comité-Bängg auftreten und sowohl vorher wie nachher immer ihren Keller frequentierten.
Aus Gründen des eigenen Leber-Schutzes und der fortgeschrittenen Uhrzeit musste der Berichterstatter danach seine Tour abbrechen. Er nahm – wie wohl die meisten der Besucherinnen und Besucher – die Erkenntnis mit, dass es Sünd und schade wäre, wenn dieser Keeruus nach einem Jahrgang bereits wieder einschlafen würde. Vor allem für die eigenen Aktiven, aber auch für alle anderen war dies die perfekte Gelegenheit, mit einem gemütlichen Plausch die Fasnacht ausklingen zu lassen. Wir hoffen deshalb, dass der Keeruus 2008 der Beginn einer möglichst langen Tradition war.



