Der 60. Geburtstag der Gugge-IG wird von einem Veruntreuungsfall überschattet. Der Fehlbetrag in der IG-Kasse soll bei rund 36’000 Franken liegen. Mutmasslicher Verursacher ist der Kassier, gegen den nun strafrechtlich ermittelt wird, wie IG-Präsident Markus Vögtli erklärte. Weder die Jubiläumsanlässe noch die nächste Fasnacht sollen durch den Vorfall gefährdet sein.
In einem Schreiben an die Mitglieder, datiert vom 3. Juni, musste IG-Präsident Markus Vögtli die schmerzliche Mitteilung machen: In der Kasse der Gugge-IG klafft ein grosses Loch. An der GV vor rund einer Woche konnten denn auch die Traktanden Kasse und Finanzen nicht ordnungsgemäss abgehandelt werden.
Laut Vögtli hätten sich gewisse Verdachtsmomente schon vor Wochen akzentuiert, als immer wieder Gerüchte über nicht bezahlte Rechnungen auftauchten. Ein ausführlicher Kontoauszug der Bank verschaffte dem Präsidenten die Gewissheit, dass da nicht alles mit recht Dingen zugegangen sein kann. An einer sofort anberaumten Krisensitzung wurde dem Kassier eine Nachfrist zur Bereinigung gestellt, die dieser aber ungenutzt habe verstreichen lassen. Er sei umgehend seines Amtes erhoben und bei der Staatsanwaltschaft Baselland angezeigt worden.
Vögtli geht nach ersten Abklärungen von einer Deliktsumme von 36’000 Franken aus. Verschiedene Faktoren seien aber noch nicht restlos geklärt, und offen bleibt auch noch, ob der mutmassliche Täter einen Teil des angerichteten Schadens wiedergutmachen könne, erklärte der IG-Präsident heute gegenüber Basler Fasnacht Online. Auf alle Fälle könne man nun nicht – wie ursprünglich geplant – den Mitgliedern den Jahresbeitrag erlassen.
Mit dieser Sofortmassnahme – dies die gute Nachricht – könnten alle Rechnungen der diesjährigen Fasnacht beglichen und alle Jubiläums-Aktivitäten durchgeführt werden. Auch die Fasnacht 2012 sei in keiner Weise gefährdet, betonte Vögtli.



