Am 26. März 1999 schlossen sich 21 Tambouren- und Pfeifergruppen zu einer Dachorganisation im Keller der «Vertschubblete» unter dem Name «Interessen-Gemeinschaft fasnächtlicher Tambouren- und Pfyffergruppen (IG-TPG)» zusammen. Zweck der IG ist laut Statuten, die allgemeinen Interessen der einzelnen Gruppen vor dem Fasnachts-Comité, anderen Fasnachtsgesellschaften und den Behörden zu vertreten.
Zur vierten Generalversammlung fanden sich am 22. Mai 2003 14 Vertreter von IG-Gruppen im Fasnachtskeller der «Luuskaibe» ein. Auch der Vorstand mit Obfrau Charlotte Moser (Doopesuuger), Vize-Obfrau Theres Ries (Die Taktloose), Sekretärin Verena Klingelfuss (Doopesuuger), Kassierin Brigitte Rhyner (Vertschubblete) und Beisitzer Ueli Thommen (Spinner-Clique) war komplett anwesend. Da ausser beim Traktandum «Varia» kaum Wortbegehren anstanden, ging die GV speditiv über die Bühne.
Von den 2003 beim Comité angemeldeten 88 Tambouren- und Pfeifergruppen sind 36 Einheiten Mitglied der IG – drei weniger als letztes Jahr. Grund zur Heiterkeit gab der Revisorenbericht. Auf einer Einkaufstour in Deutschland wurde der Wagen der Kassierin aufgebrochen und alles entwendet. Darunter war auch ein Ordner mit den Kassen-Unterlagen. So musste mit minimalen Mitteln die Kasse geprüft werden. Sie wurde trotzdem genehmigt. Dank ausgeglichener Rechnung wurde der Jahresbeitrag pro Einheit bei 30 Franken belassen.
Viele Wortmeldungen gab es beim abschliessenden Traktandun «Varia». Der Mittwoch-Event an der Fasnacht, wo sich am Abend die Gruppen auf dem Barfüsserplatz treffen wollten, «ging dieses Jahr voll in die Hosen», so Moser. Da der Platz mit Laternen von Stammvereinen belegt war, fanden sich nur wenige Gruppierungen ein. Nächstes Jahr wird deshalb auf dieses Treffen verzichtet. Dafür sollen die Gruppen dem Vorstand einen «Fasnachts-Fahrplan» einreichen. Motto: «Wer ist wo?». So können kleine Gruppen ersehen, wo sich Gleichgesinnte aufhalten, sich mit ihnen treffen und so den Mittwochabend bis zum Ändstraich gemeinsam geniessen. Auch sollen nächstes Jahr auf den Laternen neben dem Gruppennamen das Signet der IG und auf den Zeedel der Hinweis «Mitglied der IG-TPG» als Werbung angebracht werden.
Ein besonderes Kapitel war das Verhältnis zwischen IG und Fasnachts-Comité. So musste Moser bekanntgeben, dass der Antrag der IG, am Cortège pro Fasnachts-Nachmittag nur zwei statt drei Comités anlaufen zu müssen, in der Verkehrskommissioen regelrecht abgeschmettert wurde. Von diversen Votanten wurde darauf immer wieder der Vorwurf geäussert, das Comité konzentriere sich nur auf grosse Einheiten. Dies speziell an den Comité-Standorten am Cortège, wo kleine Gruppierungen oft übersehen würden, wenn auf der anderen Seite Stamm- und Wagen-Cliquen oder Guggen vorbeidefilieren. «Nach aussen heisst es immer, es brauche auch die kleinen Gruppen. In der Praxis ist es aber anders. Das Comité nimmt uns nicht ganz ernst», so ein verbittert klingender Kommentar.



