Gewagte Auftritte – gepaart mit Altbewährtem

12. Januar 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Die Monstre-Trommelkonzerte sind die grosse Leistungsschau der Stammvereine», erklärt Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr zu Beginn der gemeinsamen Medienkonferenz. Im Gegensatz zu den andern Vorfasnachts-Veranstaltungen sei das «Drummeli» keine kommerzielle Veranstaltung. Mit 44 Franken pro Billett sei es überaus günstig. Auch wenn die Teilnahme Ehrensache sei und die Mitwirkenden mehr eine Entschädigung als eine Gage erhielten, sei man am Überlegen, den Eintrittspreis anzuheben. Somit würde mehr Geld in den Subventionstopf für die Aktiven fliessen.

Urs Weiss, Drummeli-Verantwortlicher beim Comité, erläutert kurz das diesjähirge Programm – zum zwölften Mal findet es schon im Grossen Festsaal der Messe Basel statt. Dieses Jahr nehmen folgende 19 Stammvereine teil: Aagfrässeni, Barbara Club, Basler Bebbi, Central Club, Dupf Club, Die versoffene Deecht, Giftschnaigge, Lälli Clique, Märtplatz Clique, Muggedätscher, Naarebaschi, Olympia, Optimischte, Pfluderi Clique, Rätz Clique, Rootsheere, Seibi Clique, Verschnuuffer und Wiehlmys. Dazu kommen die Drummel- und Pfyfferschuel Naarebaschi (Binggis und Junge Garde), die IG-Guggemuusig «Mohrekopf» (mit rund 50 Teilnehmern), sowie die beiden Comité-Schnitzelbängg «Stächmugge» und «Singvogel». Das 75-jährige Jubiläum feiert dieses Jahr die Pfluderi Clique, das 50-jährige die Gugge Mohrekopf. Beide werden am Freitag, 20. Februar, durch das Comité geehrt werden.

Am bewährten Programm-Konzept wurde nichts geändert. Aufgelockert werden die Vorträge der Stammvereine durch die erwähnten Schnitzelbängg und die Rahmestiggli. Zum Darsteller-Team gehören Erika «Bötschli»Giger, Adelheid «Strouppi» Dörflinger, Barbara «Kurtli» Kleiner, Silvia Adler, Cornelia Soliva, Walter «Wäppi» Aeppli, Daniel Schärli, René Quinche, Sämi Moor und Franz Baur. Etwa die Hälfte der Cliquen-Vorträge sind aus dem klassischen Bereich der Fasnachtsmelodien. Zwei gewagte Auftritte stellen hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Publikums, dazu kommen zwei Neukompositionen, sowie spezielle Arrangements bekannter Märsche.

Bisher wurden über 90 Prozent der Tickets verkauft. Wer noch eines möchte, muss sich sputen. Parallel zum Monstre läuft dieses Jahr die «muba 2004». Am Eröffnungstag (13. Februar) geniessen dort alle Besitzerinnen und Besitzer einer Fasnachts-Blaggedde freien Eintritt.

Das Offizielle Brysdrummlen und -pfyffe 2004 wird heuer von den vier Stammgesellschaften Basler Rolli, Giftschnaigge, Alti Glaibasler und Olympia organisiert. 867 Teilnehmer in 363 Einheiten haben sich für die Vorausscheidungen angemeldet. Bei den Jungen sind es 313, bei den Alten 554. Der Austragungsmodus wie auch die Marschauswahl sind in allen Disziplinen gleichgeblieben.

Die Einzelausscheidungen finden am Donnerstag, 5. Februar, im Hotel Rochat (Petersgraben 23) und im Kaisersaal (Spalenberg 12) wie folgt statt: 18 Uhr Pfeifer Junge, anschliessend Alte. Zur gleichen Zeit messen sich im Restaurant Schlüsselzunft (Freie Strasse 25) und der Safran Zunft (Gerbergasse 11) die Tambourengruppen der Jungen und Alten.

Die Gruppenausscheidungen beginnen am Freitag, 6. Februar, um18 Uhr. Im Hotel Rochat und im Kaisersaal die Pfeifer-Gruppen der Jungen, anschliessend (ca. 21 Uhr) die der Alten. Ebenfalls um 18 Uhr treten im Restaurant Schlüsselzunft und in der Safran Zunft die Tambouren-Gruppen der Jungen und zirka um 21 Uhr jene der Alten zum Wettstreit an. Die Gemischtkonkurrenzen finden ebenfalls am Freitag in der Safranzunft statt. Die Jungen starten um 19.30 Uhr, die Alten etwa um 22.30 Uhr.

Der Final findet am Samstag, 7. Februar, im Grossen Festsaal der Messe Basel statt. Ab 13.30 Uhr erküren die Jungen ihre Sieger in den Einzel- und Gruppenkonkurrenzen. Um 19.30 Uhr gibt dann die Gugge «Negro Rhygass» das Startzeichen für den Kampf um die begehrten Königskronen bei den Alten. Basler Fasnacht Online wird wie gewohnt mit einem ausführlichen Ranglisten-Service vom Anlass berichten.

Weitere Informationen:

Homepage Fasnachts-Comité

Homepage Offiziells Brysdrummlen und -pfyffe