Für einmal ein Bonus der schönen Art

6. April 2010 | Von | Kategorie: Nachrichten

Und noch eine DVD: Nach «Top Secret – die Show» und dem «Fasnachtskiechli» liegt erneut ein Silberling auf dem Redaktionstisch – und dabei handelt es sich um einen nun schon traditionellen Wert. Das Schweizer Fernsehen (SF) hat seinen Querschnitt durch die Basler Fasnacht 2010 erneut mit sehenswertem Bonusmaterial angereichert, so dass eine Gesamtlaufzeit von rund 300 Minuten zu Stande kommt. Fazit vorweg: «E rundi Sach!»

Der von Heinz Margot moderierte SF-Querschnitt durch «die drey scheenschte Dääg» ist wie gewohnt sehr abwechslungsreich ausgefallen. «Mitschuldig» daran ist sicher auch Beat Manetsch, der als verantwortlicher Redaktor auf ausgefallene Experimente verzichtet und trotzdem eine runde Geschichte erzählt. In diesem Jahr ist es der 99-jährige Central-Club Basel, bref CCB, dem sich die Fernsehmacher quasi als Kontrast zum jubilierenden Comité an die Fersen geheftet haben.

Spannend ist jeweils, was als sogenanntes Bonusmaterial auf den Silberling draufgepackt wird. Und dieses hat es auch heuer in sich: Allein die komplette Version des «Guggegwäggi» aus der Wirrlete ist den Kaufpreis wert – dazu kommen ungekürzte Auftritte von vier Schnitzelbängg. Angereichert wird das Material mit Einspielungen, die während der Cortège-Live-Übertragung über den Sender gingen – beispielsweise über die Entstehung der Blaggedde, aber auch in Form eines Interviews mit dem scheidenden Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr. Ein besonderer Leckerbissen sind zudem die Impressionen, die Beat Manetsch mit einer «Handycam» hinter der Bühne des «Offizielle Brysdrummle und -pfyffe» eingefangen hat. Da wird die Anspannung der Konkurrenten förmlich greifbar – und man entschuldigt den Lapsus der DVD-Macher, dass in der DVD-Menüsteuerung das ominöse dritte «f» in den Begriff «Preispfeifen» gewandert ist…

Die zweite DVD besteht – ebenfalls fast schon traditionell – aus dem kompletten Drummeli. In Anlehnung an den wissenschaftlich-angehauchten Conférencier jener Vorfasnachts-Veranstaltung bleibt unter dem Strich nur: «Dangge, Schwyzer Färnseh…»