Fife&Drum / Renegades auf den Spuren von Top Secret

1. Juni 2007 | Von | Kategorie: Nachrichten

Alles begann damit, dass die Junge Garde der Querschleeger einen speziellen Auftritt einstudieren sollte, um ihren Stamm an dessen Jubiläumsfest zu überraschen. Also liessen sich die Instruktoren etwas einfallen und machten aus den Jungen ein «fife and drum corps». Die Nummer war ein Riesenerfolg und wurde an diversen Anlässen wieder aufgeführt, damals noch mit Baslerpiccolo und selbst gebastelten Uniformen.

Als im Sommer 2005 ein Juniorday stattfand, besuchten zwei Junior fife and drum corps aus Amerika unsere Stadt. Eines davon, das Marlborough Junior Ancient fife and drum corps, lernte die Basler Jungen kennen und brachten ihnen ein Geschenk mit: amerikanische fifes! «Damit wir zusammen etwas spielen können», denn das Baslerpiccolo stimmt nicht mit dem amerikanischen fife zusammen (andere Tonart). Sofort wurde zur Tat geschritten und nach einer halben Stunde war das allererste Stück einstudiert. Alle waren begeistert und die Marlborough Juniors luden ein, sie im Sommer 2007 in Amerika zu besuchen.

Im November 2005 begannen einige Kinder dann regelmässig auf den amerikanischen Instrumenten zu üben. Kinder aus anderen Cliquen kamen dazu und bereits im Januar 2006 trat das 1st Junior fife and drum corps Basel erstmals an einem Anlass auf. Wiederum mit grossem Erfolg. Die Swiss Renegades traten seither an Jugendfesten, privaten Anlässen und am Basler Muster auf. Eine besondere Ehre war es, an der Hauptprobe des Basel Tattoo in der Kaserne auftreten zu dürfen. Heute besteht das Junior corps aus 28 Mitgliedern zwischen 7 und 19 Jahren, tritt regelmässig an Anlässen auf und ist dabei, sein Repertoire zu vergrössern. Es sind traditionelle Stücke, manche speziell für die Swiss Renegades arrangiert und auch eigens für sie komponierte Stücke. Die Show wird abwechslungsreich gestaltet durch Soli und Choreographie.

Und nun also geht es in die USA. Am Deep River Muster nehmen über 70 Corps mit rund 400 Aktiven teil. Alle aus den USA selbst, mit Ausnahme der Renagades! Eine Entwicklung, die auch Top Secret-Chef Erik Julliard begeistert: «Dies ist eine grosse Ehre und eine Sache, die unbedingt unterstützt werden muss.» Untertstützung ist auch in finanzieller Hinsicht durchaus nötig, kostet die Reise doch pro Teilnehmer rund 2000 Franken. Mit einem Anlass in der Innerstadt machen sich die Renegades deshalb bemerkbar.