Fauteuil-Pfyfferli: «Wir ahnten nicht, dass es eine so lange Erfolgsreihe wird»

11. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Als wir nach langen Überlegungen 2004 das Pfyfferli wiederbelebten, ahnten wir nicht, dass es eine so lange Erfolgsreihe wird», erklärte Caroline Rasser an der heutigen Medienorientierung stolz. Am 6. Januar 2010 hebt sich nun – nach neuzeitlicher Rechnung – bereits zum siebten Mal der Vorhang. Nicht weniger als 54 Vorstellungen werden dann bis zum 21. Februar über die Bühne am Spalenberg gehen.

Die musikalischen und kabarettistischen Rahmenstücke sind ein spezielles Markenzeichen des Pfyfferli. Für deren Umsetzung steht wieder ein bewährtes Team auf der Bühne: Colette Greder (für sie hat Charles Lewinsky wieder eine wunderbare Solonummer geschrieben), Caroline Rasser, Peter Richner und Dani von Wattenwyl. Neu im Team dabei sind diesmal die auch aus dem Fernsehen bekannten Schauspieler Roland Herrmann und Gilles Tschudi. Das hochkarätige Autorenteam besteht aus Charles Lewinsky, Michael Theurillat, René Glaser, Walo Niedermann, Karl Schweizer, Armin Faes, Christoph Knöll und Dani von Wattenwyl. Doch einen grossen Namen vermisst man: Max «Megge» Afflerbach. Er ist dieses Jahr im Juli leider verstorben. Rolf Lansky ist wieder für die Dramaturgie, Martin Schurr für die Regie verantwortlich.

Einen ersten Eindruck gab eine kleine Kostprobe aus dem Programm. Es geht dabei um das Thema Anti-Aging. «Eine groteske Nummer mit ernstem Hintergrund», wie Lansky gegenüber Basler Fasnacht Online erklärte. Eine Gruppe – es sind nicht mehr die Jüngsten – übt mit ihrem Sportlehrer Nordic Walking unter dem Motto «Wär s Läbe lang trainiert, stirbt gsünder». Zahlreiche bekannte Melodien sind in das Stück eingeflochten. So etwa

«Es git doch nit schöners, juhe, juhe,

als Schi z fahre ganz ohne Schnee.»

Doch der Traum von «ewigi Jugend, das wünsch y mir» erweist sich dann doch als Trugschluss.

Neben den guten Rahmenstücken ist auch der musikalische Teil hervorragend besetzt. Dafür zeichnet erneut Xenia Fünfschilling verantwortlich. Es pfeifen abwechslungsweise «d’Barfiessler», «d’Pfyffer», «d’Bajass Clique» und die Gruppe «JONG’S». Die Tambouren sind durch «d’Streifer», «PiSDiG» und «Bâsilicum» vertreten. Die musikalische Leitung hat wieder Arth Paul, der auch bei den Proben am Klavier sitzt. In den Vorstellungen nehmen alternieren Dani Wittlin und Bettina Urfer seinen Platz ein. Mit «Peperoni», «d’Striggede», «die Verschiffte» und «dr Spitzbueb» konnten erneut vier Top-Schnitzelbängg engagiert werden. Pro Vorstellung treten jeweils zwei davon auf.

Zum Schluss eine schlechte Nachricht für alle, die noch kein Ticket gepostet haben: «Bis heute sind bereits 99 Prozent der Tickets verkauft», verkündete Claude Rasser. Wer also noch eines der restlichen Ticket will, muss sich sputen.