Heute Nachmittag ging die Fasnachtsgeschichte für Kinder ab vier Jahren und die ganze Familie «Dr Aff isch los!!!» von Peter Keller erfolgreich über die Bühne vom Theater Arlecchino.
Im Hintergrund der Bühne stehen Tiergehege mit dem Affen Eugen und vielen Pinguinen (Fasnachtsgesellschaft Wiehlmys). Sie begrüssen die Besucher mit einem rassigen «Wettsteinmarsch». Dann tritt das Schyssdräggziigli «Rooti Räppli» auf. Bei ihnen ist es seit zehn Jahren Tradition (oder sind es doch schon elf Jahre?), dass sie nach dem Morgestraich im Zollirestaurant Määlsuppe und Ziibelewaihe essen und sich anschliessend durch den Zolli führen lassen. Denn Fasnacht und Zolli sind für Basel wichtig. Dieses Mal empfängt sie Direktor Alfred «Freddy» Affentranger (Roger Gugger). Da ihr Sujet «50 Joor Goma» lautet geht es natürlich, vorbei am Affenfelsen – die Kinder im Zuschauerraum. Ihnen wirft Affenwärterin Hanna Monk (Silvia Alioski) Süssigkeiten zu – ins Affenhaus. Hanna erkennt in der Gruppe Polizeiaspirantin Martina Herrmann (Silvia Ferrari), Kommissar Spüürli (Markus Jeppesen) und TeleBâle-Reporterin Tabea Werner (Sandra Heitz). Zuerst aber zeigt Affentranger den Räppli in einem Film wie Goma von der Familie des damaligen Zoodirektors Ernst Lang aufwuchs. Dabei wird im Zuschauerraum über die Bilder der kleine Goma viel gelacht.
Die beiden Veterinäre Professor Theodor Bär (Jürg Jösslin) und Dr. Vogel-Sanger (Hansjörg Minder) haben herausgefunden, dass die Zollitiere die Fasnacht lieben. Daher haben die Tierwärter auch die Guggemusik Zolli-Schränzer (Guggemuusig Ventilatore) gegründet. Ihr Können beweisen sie gleich lautstark. Dann singen die beiden Veterinäre zusammen mit Kindern aus dem Zuschauerraum ihren Tierlexikon-Schnitzelbbank über Papagei, Zebra, Elefant, Giraffe, Affen, Pfau, Braunbär und Nilpferd. Den Refrain «Ai du scheene Schnitzelbangg» singen alle Kinder begeistert mit.
Den zweiten Teil eröffnen die Wiehlmys in ihrer Fasnachtsbaiz mit einem nicht ganz lupenreinen «Saggodo». Die Rooti Räppli stossen dazu. Sie singen den Affensong:
E Studie zaig klipp und glaar,
für Dier isch d Fasnacht wundebar,
drum haue-n-alli ab uff d Gass,
si haue s ab uff d Gass, si haue s ab uff d Gass,
daas git bestimmt e Haidegschpass.
Affentranger kommt und sucht Hanna Monk. Er bittet Spüürli nach hinten. Seine Kinder Max (Lukas Schweizer) und Julia (Svea Stoeckli) wiederum suchen ihren Vater. Was ist geschehen? Goma ist verschwunden! Möglicherweise sucht sie ihre Pflegerin, welche mit den Zolli-Schränzer Fasnacht macht.
Es folgen zwei herrliche Persiflagen. Tabea kommt mit Kameramann (Willy Wernhard) und versucht ihren Kollegen verzweifelt klar zu machen, dass man bei einem Interview per «Sie» ist. Es folgt ein Interview mit Kindern, denn Kinder machen sich im Fernsehen immer gut, das gibt Einschaltquoten, «und die kenne mer guet bruuche». Anschliessend tritt die Trommelgruppe «Stop Sekret» auf. Köstlich, wie die beiden Trommler mit schwarzen Hüten und roten Federn mit fluoreszirten Schlegeln, durch Schlegelwerfen (ohne einen zu fangen) und einem Schlegelfechten eine bekannte Basler Trommelgruppe auf Korn nehmen. Dafür ernten sie zu Recht immer wieder spontanen Beifall.
Endlich hat Hanna die rettende Idee, wie man Goma aus ihrem Versteck locken könnte. Diese wird hier aber nicht verraten. Jedenfalls erscheint Goma tatsächlich. Freude herrscht, und zum Abschluss singen alle das «Fasnachtsbändeli-Lied»:
Mir mache mit, mir mache mit und s Scheenschti isch do dra
mir wärfe eych, mir wärfe eych e Fasnachtsbändeli aa!
E veieletts, e dunggelgriens,
sogar e rot-blaus isch drbyy,
au gäggeligääl und lilafarbig darf das Bändeli syy.
Fasnachtsbändeli, Fasnachtsbändeli, das isch richti toll. Fasnachtsbändeli, Fasnachtsbändeli, e ganzi Gugge voll.
Zur Begeisterung der Kinder werden ihnen Fasnachtsbändeli zugeworfen. Langanhaltender Beifall und Blumen für alle Mitwirkende – Goma bekommt ein paar Bananen – beschliessen einen kurzweiligen Nachmittag.
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