Fasnachtsbändeli 2006: Ein Fasnachtskrimi für kleine und grosse Kinder

22. Januar 2006 | Von | Kategorie: Nachrichten

Das Fasnachtsbändeli jubiliert. Bereits zum zehnten Mal geht die beliebte Vorfasnachts-Veranstaltung des Theater Arlecchino über die Bühne. Und – nach neun Jahren Gastrecht in der Kuppel – erstmals im eigenen Theater an der Amerbachstrasse 14. «Kommissar Spüürli & d Opere-Diva» heisst der Fasnachtskrimi von Peter Keller. Das unterhaltsame – und vor allem kurzweilige – Stück für Kinder und die ganze Familie wurde vom Premièrenpublikum begeistert aufgenommen.

Es ist Fasnachtsmontag. Vor dem Hotel Baslerstab machen sich die Jungi Garde und s Buschinäscht der Wiehlmys zum Abmarsch bereit. Noch rasch die «Route-Symfonie» gespielt, dann heisst es Larven auf, yyschtoo und «Ryslaifer, vorwärts, marsch!». Kommissar Spüürli (Markus Jeppesen) und Wachmeister Bruno Buess (Peter Käsermann) schaue ihnen nach. Doch Fasnacht hin oder her, sie haben Dienst. «Gauner, nämmet euch in Acht, wenn dr Spüürli d Runde macht», verkündet Buess. Doch bevor sie sich auf den Weg machen, lassen sie sich von Hoteldirektorin Doris Stadelmann (Silvia Ferrari) zu einem Drink einladen. Dabei hören sie der Guggemuusig «Akademiker» und dem Comitébangg «Gluggersegg» zu.

Aufgebracht erscheint die Operndiva Montezuma Carnevale (Silvia Alioski), begleitet von Tochter Katharina Carnevale (Kathinka Neff), Manager David Stage (Roger Gugger) und Pianist Leonardo Dacapo (Willy Wernhard). Sie ist empört über den anhaltenden «Lärm» vor dem Hotel. Sie mus sich auf ein Konzert vorbereiten und braucht dazu Ruhe. Doch das ständige Trommeln und Pfeifen, und besonders die laut und falsch spielenden Guggenmuusigen zehren an ihren Nerven. Als sie kurz darauf entdeckt, dass ihre wertvolle Perlenkette verschwunden ist, rastet sie vollends aus. Spüürli und vor allem der stattliche Buess sind ihre letzte Hoffnung.

Doch wie es sich für einen Fasnachtskrimi gehört, gibt es am Schluss natürlich ein Happy End. In den «Drey Tenör» (Jürg Jösslin, Haiggi Leimbacher und Christoph Nidecker), welche «die Stadt, wo n y so gärn lääb und bi» besingen erkennt die Diva alte Bekannte. Und als ihre Perlenkette sich plötzlich wieder einfindet ist sie endgültig mit der Fasnacht versöhnt. Alle stimmen zum Abschluss das Fasnachtsbändeli-Lied «Fasnachtsbändeli, Fasnachtsbändeli, das isch wirklich toll. Fasnachtsbändeli, Fasnachtsbändeli, e ganze Kischte voll» an. Und schon weden die farbigen Bändeli, zur Freude der Kinder, ins Publikum geworfen. Mit langanhaltendem, herzlichen Applaus und vielen Blumen werden die Akteure verabschiedet.