Einschalten, einlegen, eintauchen

24. März 2008 | Von | Kategorie: Nachrichten

Wenn Beat Manetsch das Material der Vorfasnacht und von den «drey scheenschte Dääg» selbst sichtet, beginnt für den Redaktor des Schweizer Fernsehen SF alljährlich die Qual der Wahl: Was darf in den traditionellen Querschnitt durch die Basler Fasnacht mit rein – und was nicht? Die auserwählten Szenen müssen in erster Linie massentauglich sein, schliesslich flimmert die Sendung zur besten Sendezeit gleich schweizweit in die gute Stube. Fast ebenso traditionell wie der Querschnitt sind die anschliessenden Diskussionen unter den Aktiven: Repräsentiert das Gezeigte die Basler Fasnacht?

Mit dem Querschnitt 2008 haben Manetsch, Moderator Heinz Margot und das SF-Team den Spagat bestens hinbekommen – und sie schöpfen die technischen Möglichkeiten, die das Medium DVD bietet, erstklassig aus. An das Bonus-Material in Form von Impressionen vom Treiben in den Strassen und Gassen hat man sich fast schon gewöhnt – neu wurden die ursprünglich dem Schnittpult zum Opfer gefallenen Szenen nicht mehr separiert, sondern im ursprünglichen Kontext belassen. Wer die erste DVD einlegt, hat so die Wahl zwischen der bereits ausgestrahlten «offiziellen» Querschnittssendung und den Menüpunkten «Montag», «Dienstag» und «Mittwoch», bei denen nebst herausgeschnittenen Szenen auch Schnitzelbängg in voller Länge zu sehen sind.

Einen natürlich auch kommerziell motivierten Schachzug beinhaltet die zweite DVD, auf der das Monstre-Trommelkonzert, vulgo Drummeli, mit rund 1200 Mitwirkenden in voller Länge zu sehen ist. Als besonders bedienerfreundlich entpuppt sich die Menüführung, mittels der die einzelnen Auftritte direkt anwählbar sind. Insgesamt ergibt sich so eine Spielzeit von satten 375 Minuten, die vorerst wahrlich keine Wünsche offen lässt. Einschalten, einlegen, eintauchen – die Doppel-DVD ist ein Muss für alle Fasnächtler und Fasnachtsfreunde.