Die Bajass-Konzerte näher vorstellen zu wollen, hiesse Wasser in den Rhein tragen. Eine musikalische Reise «querbeet» war auch im vergangenen Oktober in der Offenen Kirche Elisabethen angesagt: Von jazzigen Klängen eines Duke Ellington («Creole Love Call»), über Marschmusik des John Philip Sousa («The Liberty Bell» und «Stars And Stripes Forever») bis hin zu diversen Klassikern der sogenannten E-Musik (mit Sergei Rachmaninoff oder auch Johann Strauss) – der nun vorliegende Live-Mitschnitt ist im besten Sinne abwechslungsreich. Selbst bei der «Wilhelm Tell Ouverture» fehlen die Kuhglocken und Treicheln nicht, ein Juchzer leitet zum «Ländler» («La haut sur la montagne» mit fasnächtlichen Anleihen und heimatlichen Klängen vom Rheinknie) über – Vielfalt pur, die Abwechslung garantiert.
Die Bajass-Clique (Michel Bassi, Karin Benkler, Hansueli Hof, Thierry P. Julliard, Susanne Krayer, Christoph Meury, Yasmin Picton, Roger Schelker, Peter Thommen, Janine Tschopp) wurde bei ihrem Auftritt von Barbara Kleiner (Piano), Jacques Mader (Bass) und Daniel Gerber (Drums) begleitet. Insgesamt 19 Titel wurden von Thomas Strebel, Laurenz Zschokke und Hannes Dürrschnabel auf den Silberling gepresst. Für die musikalische Leitung zeichnete Michael Robertson verantwortlich.
Die CD besticht ferner durch den sehr transparanten Piccolo-Klang, der den Zuhörer – bei entsprechender Qualität der Abspielgeräte – an den Konzertabend zurückversetzt. Wer übrigens mehr von den Bajass hören (und sehen) will, hat dazu an der Räppli-Serenaade (vom 2. bis 8. Februar im Saalbau Rhypark) Gelegenheit.
Weitere Informationen:
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Infos zur Räppli-Serenaade 2003



