Der Nachmittag des Fasnachtsdienstags gehört den Kindern. Hier können sie frei und ohne Zwang Fasnachtsluft schnuppern. In Begleitung der Eltern geniessen sie den Tag als Alti Dante im Kinderwagen oder als Räppli- und Dääfeli-werfender Waggis in einem Leiterwäägeli. Die grösseren Binggisse spielen voller Begeisterung auf ihrer Trommel oder dem Piccolo stolz immer wieder die zwei, drei Märsche, welche sie bereits gelernt haben.
Vor fast einem Vierteljahrhundert kam die Guggemuusig Fuege-Fäger auf die Idee, mit einem Kinder-Guggenplausch die Kinderfasnacht zusätzlich zu beleben. Beim Tinguely-Brunnen verteilten sie kleine Instrumente. Nach einem Platzkonzert zogen sie dann musizierend mit den Kindern durch die Innerstadt zur Martinskirche. Dort erhielten die kleinen Musikanten ein Zvieri offeriert. Daraus hat sich in den Jahren eine beliebte Tradition entwickelt.
Dieses Jahr findet der Kinder-Guggenplausch zum vierundzwanzigsten und zugleich letzten Mal statt. «Nicht, weil es uns nicht mehr interessiert, sondern weil unser Ziel, die Kinderfasnacht zu institutionalisiern definitiv erreicht ist», erklärte Präsident Mischa Blattner gegenüber Basler Fasnacht Online. Und dies so gut sogar, dass die Fuege-Fäger mit dem Tross von fast 800 Kindern immer mehr Mühe hatten, sich ihren Weg durch die Menge zu bahnen.
Zum letzten Mal können sich die Kinder also dieses Jahr um 14.15 Uhr beim Tinguely-Brunnen auf dem Theaterplatz besammeln. Wer hat, der bringt ein selbstgebasteltes Instrument mit. Für die andern gibt es Gratis-Instrumentli nach dem Motto «s’ hett solang’s hett!». Ab 14.30 Uhr geben die Fuege-Fäger ein Platzkonzert. Gegen 15.00 Uhr heisst es dann «yystoo». Vom Steinenberg aus geht es musizierend via Barfüsserplatz, Gerbergasse und Marktplatz zum Martinskirchplatz. Hier erhalten die kleinen «Güggeler» ein vom Globus offeriertes Zvieri.



