Eine kleine Feier für eine grosse Spende

21. November 2007 | Von | Kategorie: Nachrichten

Unter dem Namen «Basler Guggemusig Gmeinschaft BGG» formierten sich 1999 acht Guggenmusiken zur Organisation für die Unterstützung privater Hilfsorganisationen, welche sich um behinderte Menschen kümmern. Seither bestreiten die Glaibasler Schränz-Brieder, Grunz Gaischter, Mohrekopf, Ohregribler, Orginal Chnulleri, Pumperniggel, Räpplischpalter und Rätsch-Beeri jedes Jahr einen Sternmarsch, an welchem sie für eine Behinderten-Organisation aus der Region sammeln. Dieses Jahr ging der Spendenbetrag an «insieme – Vereinigung für Kinder mit Down-Syndrom». Gestern Abend wurde im «Mohreloch», dem Keller der Gugge Mohrekopf das Ergebnis bekanntgegeben und der Check überreicht. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch das «Duo Galgenvögel».

BGG-Präsident Daniel Hofer blickte kurz auf die Entstehung des Sternmarsches zurück. Da bis letztes Jahr jeden Donnerstag Abendverkauf war, fand er immer am Donnerstag nach den Herbstferien statt. Inzwischen haben sich die Ladenöffnungszeiten geändert. So musste für den 9. Sternmarsch eine neue Lösung gesucht werden. Dank dem Entgegenkommen der Regierung konnte er am Samstag, 15. September mit Ziel Barfüsserplatz stattfinden. Dann gab Hofer das Ergebnis der Sammelaktion bekannt. Stolze 17’000 Franken – 3’000 mehr als letztes Jahr – können an die insieme-Vereinigung überwiesen werden.

Regierungsrat Guy Morin vertrat Eva Herzog, welche dieses Jahr die Schirmherrschaft übernommen hatte. «Als Regierungspräsidentin muss sie heute Abend auf dem Marktplatz die Weihnachtszeit einläuten», erklärte Morin. Er fühle sich aber im Mohreloch sehr wohl, stünden doch in seinem Familienwappen drei Mohrenköpfe. Die BGG setze ein Zeichen, indem sie auch an behinderte Menschen denke. Dies drücke eine Wertschätzung gegenüber andersartigen Menschen aus. «Denn an der Fasnacht sind die Guggen ja auch „andersartig“», meinte Morin. Als Hausarzt hat er Kinder mit Down-Syndrom kennengelernt. Daher weiss er, wie liebenswürdig und warmherzig sie sind. Heute kann eine Behinderung schon pränatal erkannt werden. Er habe grosse Hochachtung vor den Familien, welche diese Kinder aufziehen.

Insieme-Vereinspräsident Beat Hochstrasser – selber Vater eines behinderten Kindes – zeigte sich hoch erfreut über die Spende. Denn die Förderung kostet sehr viel Geld. Und manche therapeutische Behandlungen werden von den Krankenkassen nur teilweise übernommen. «In solchen Momenten ist es gut wenn Menschen mit viel Einsatz helfen», sagte Hochstrasser. Das Geld werde von der Vereinigung für zwei Projekte verwendet: Für sprachliche Entwicklung und für Ausflüge. Dann durfte er aus den Händen von Morin und Hofer den Check entgegennehmen.