Sie gehörten zweifelsohne mit zu den grossen Abräumern des ersten Yshalle-Tattoos in der St. Jakob-Arena: Basler Fasnacht Online bezeichnete das Duo «Five Alive» als «schlicht sensationell» (zum Bericht), die «Basler Zeitung» gestand Xenia Fünfschilling und Kevin Klapka «virtuoseste Pfeifkünste» zu – und die «Basellandschaftliche Zeitung» konstatierte, dass die beiden «eindrücklich die enorme Entwicklung der modernen Fife-Musik beweisen».
«The Twist of Distinction» heisst eine CD, die in diesen Tagen erschienen ist und viele bekannte Melodien der amerikanischen «Fife and Drum»-Musik enthält, die eigens für die Produktion neu arrangiert worden sind. Seit zwei Jahren gibt es das Duo «Fife Alive» mittlerweile – verstärkt wurden Fünfschilling/Klapka, die nicht zuletzt durch ihre hervorragenden Rangierungen am Offizielle Bryspfyffe in der Fasnachtswelt längst feste Grössen sind, bei den Aufnahmen von Scott Mitchell (Field Drum und Bass Drum) und Bobby McGowan (Bass Drum).
So kommen nicht nur Freunde schier knochenbrecherischer Fingerakrobatik («Pollacca», «The Quarrelsome Piper» und andere) auf ihre Kosten, auch trommlerische Virtuosität wie etwa bei «Murphy’s Hornpipe» ist zu bewundern. Kommt hinzu, dass keineswegs nur die «Gassenhauer»-Melodien wie bei «Here’s to the Maiden» (ein klassisches Beispiel dafür, wie sich Fasnächtler hie und da mit den Original-Melodien von Märschen konfrontiert sehen) oder «Sailor’s Hornpipe» zu begeistern wissen, auch die besinnlich-melancholischen Momente haben es in sich.
Davon gibt es übrigens noch mehr auf Fünfschillings Erstlingswerk «Road to Folly», das ab sofort auch im Online-Shop von Basler Fasnacht Online und Musik Wyler erhältlich ist: Die 2001 ebenfalls von John Ciaglia produzierte CD zeigt auf, «dass Folklore mit klassischen Elementen verbunden werden kann, und dass die Möglichkeiten der Fife weit ausserhalb des Musterfields liegen», wie die Basler Piccolo-Spielerin und Querflötistin im Booklet damals schon festhielt.
Stichwort Booklet: Hierfür gibts bei «The Twist of Distinction» die einzigen Abstriche. Durchaus originell kommt zwar die Idee daher, das Innenleben einer amerikanischen Fife im Bild darzustellen (artig wird Fife-Legende Skip Healy auch um Nachsicht für diese «Indiskretion» gebeten) – die hellblaue Schrift in mikroskopischer Grösse macht indes manch interessant anmutenden Kommentar zu den einzelnen Stücken für viele «Fife and Drum»-Fans schlicht unleserlich.
Weitere Informationen:
Online-Shop Basler Fasnacht Online (sichere Verbindung)



